Eine groteske Verwandlung
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
Kapitel XXI
Kapitel XXII
Kapitel XXIII
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…  Diese drei Beispiele ordne ich der Reihe nach, wobei der letzte, der größere Teil meiner eigenen Lebensgeschichte zukommt. Hinterher schreibe ich meine Rede.

Es dauert nicht lange. Der Drucker wirft die Blätter aus, ich lege sie auf das Sideboard, und mein Blick richtet sich auf das Bündel Geldscheine, das ich mit Susis Einverständnis in ein Trinkglas gesteckt und auf das Bücherregal gestellt habe. Meinen ersten spontanen Gedanken, dieses Geld zu vernichten, habe ich glücklicherweise wieder verworfen. Es ist eine ganze Menge, hat mir bei meiner Einkleidung geholfen und soll nicht zuletzt dazu beitragen, meinen Lebensunterhalt hier zu finanzieren. Wenn sich auch Susanne bisher weigert, auch nur einen einzigen Cent von diesem Blutgeld, wie sie es nennt, anzunehmen, so werde ich doch ab und zu etwas davon in ihre Haushaltskasse einfließen lassen.

   Als Susanne die Wohnung betritt, ist das Abendessen vorbereitet. Sie hat mir eine Bitte erfüllt, die da lautete, ein bestimmtes Medikament aus der Laborapotheke mitzubringen. Sie stellt es auf den Tisch, ich sehe es mir an und bin zufrieden. Es ist ein wirkungsvolles Schlafmittel, welches nicht in Tablettenform im Handel ist, sondern flüssig. Wir benötigen es am Samstag; mit ziemlicher Sicherheit.

 

   Heute ist Freitag, der 2. Juni. René, Susi und ich sitzen beisammen, um letzte Details zu besprechen. Ich möchte morgen so spät wie möglich den Festsaal betreten. Gemeinsam wollen wir drei unsere Plätze einnehmen, Plätze, die extra ausgewiesen sind und sich wohl im vorderen Teil des Saales befinden dürften. Dorthin werden wir allerdings nur gehen, wenn zuvor alles nach Plan läuft. Denn es gibt im Vorfeld noch eine überaus delikate Sache für den jungen Mann und Susi zu erledigen.

   Nachdem René uns verlassen hat, öffnet Susanne eine Flasche südfranzösischen Rotwein, und wir trinken auf das Gelingen unseres perfiden Vorhabens, das bei näherer Betrachtung so perfide nicht ist. Ich möchte es eher als kühn bezeichnen. Es erfordert oft eine Portion Kühnheit, sich sein Recht zu verschaffen. Kühnheit und Entschlossenheit. Dennoch bekommt nicht immer der sein Recht, der auch recht hat, wie uns das beispielhafte, aber traurige Schicksal eines Michael Kohlhaas im sechzehnten Jahrhundert lehrt.

   Ganz eng schmiegt sie sich an mich, die junge Frau, die mir so viel geholfen hat und mir mittlerweile so viel bedeutet.

„Was meinst du, wie es ausgeht, morgen abend? …


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