Eine groteske Verwandlung
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
Kapitel XXI
Kapitel XXII
Kapitel XXIII
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… 

   Plötzlich dröhnt es irrsinnig laut im Wageninneren. Der Reifen hat sich nun endgültig verabschiedet, ich fahre auf der blanken Felge, die einen funkensprühenden Kometenschweif hinter sich herzieht. Eigentlich kann man so gar nicht weiterfahren. Das Fahrverhalten des Wagens ist unberechenbar. Von einer Seite der Fahrbahn auf die andere wird er geschleudert, obwohl ich geradeaus steuere. Es macht trotzdem riesigen Spaß, daher gebe ich weiter Gas. Vollkonzentriert haben meine Hände das Lenkrad umklammert, bereit, auf jede unvorhersehbare Situation zu reagieren. Mit Tempo 150 überhole ich einen Sattelschlepper, dessen Fahrer mir durch wilde Lichtzeichen anzeigt, daß mit meinem Wagen etwas nicht ganz in Ordnung ist. Das kann ich nur bestätigen, aber weil das Medikament in mir noch immer Wirkung zeigt und mir deshalb ‚nichts passieren kann‘, rase ich furchtlos weiter in Richtung Kassel. 

   Bald ist der LKW im Rückspiegel verschwunden, da tauchen vor mir schwach erleuchtete Rücklichter auf. Beim Annähern erkenne ich Susannes grünen Wagen und lösche für einen kurzen Moment das Abblendlicht. Mit dieser Aktion hoffe ich, ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Vorsichtig verringere ich die Geschwindigkeit, fahre neben sie und schalte die Innenraumbeleuchtung ein. Susanne erkennt mich Gott sei Dank sofort.

Ich setze mich mit dem schlingernden und funkenschlagenden Streifenwagen vor sie, nach kurzer Wegstrecke verlassen wir die Autobahn, und ich fahre ihn hinter ein Gestrüpp. Die wichtige Tüte in der Hand, eile ich zu ihrem Wagen hinüber, steige ein und weiter geht die Fahrt. Nun endlich kann ich ein wenig ruhiger werden. Meine Uhr zeigt kurz vor drei, bis zum Institut ist es nicht mehr weit.

 

Kapitel XIX


   Zurück in meiner vertrauten Umgebung ziehe ich den Mantel aus und bitte Susanne, mir ein paar Dinge aus der Apotheke im ersten Stock zu holen, um meinen Arm zu versorgen. Erst jetzt bemerkt sie die Verletzung und erschrickt furchtbar. Aber ich gebe sogleich Entwarnung, die Wunde ist in der Tat nicht gefährlich. Nach wenigen Minuten bringt mir die junge Frau das Gewünschte, und kurze Zeit später ist die Schußwunde gereinigt und versorgt. Von einem Verband nehme ich Abstand; erstens ist er unnötig, weil die Wunde nicht blutet, da sie sich schon wieder verschlossen hat. Zum anderen würde ein Verband unnötige Fragen aufwerfen, die zu beantworten ich nicht bereit wäre. Der Durchschuß an meinem linken Oberarm ist unter dem Fell verborgen und damit nicht zu sehen. …


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