Eine groteske Verwandlung
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
Kapitel XXI
Kapitel XXII
Kapitel XXIII
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…  Noch zögert er, schnappt wütend nach dem harten Holz und beißt es mittendurch, die Splitter spuckt er aus. Du liebe Güte, welch ein Gebiß! Wieder suchen meine Augen Susanne, die öffnet den Mund und fragt vernehmlich: 

„Genügt denn das noch nicht? Wir sehen doch, daß er keine Angst hat. Müssen wir nun noch warten, bis Phil...“  Sie unterbricht sich. „ …bis Titan ernsthaft verletzt wird?“

Für die Beantwortung dieser Frage fühlt sich niemand zuständig. Es ist ganz offensichtlich, daß man Blut fließen sehen möchte, und so breitet sich eine erwartungsvolle, aber lähmende Stille aus in den Gefilden, in denen es so streng nach Zirkus duftet. Und wie im Zirkus warten sie gebannt auf ein lebensgefährliches Spektakel.

Ich stehe auf allen Vieren, starre der Reihe nach die Belegschaft an, jeden einzelnen, und verursache damit ein gewisses Mißvergnügen. Da spüre ich die zweite Attacke.

Im Augenwinkel sehe ich den weißen Körper auf mich zufliegen, drehe mich schnell und hebe im Reflex den linken Arm. Aber es ist zu spät. Durch die Zuschauer habe ich mich ablenken lassen, und nun hat der Hund mich überrascht. Wie ein Schraubstock schließen sich seine Kiefer um meinen Unterarm, lassen auch nicht los, als ich mich voll aufrichte. Von draußen dringen aufgeregte Rufe ins Innere, niemand wird je erfahren, wem sie gelten. Plötzlich vernehme ich ein zaghaft gehauchtes: „…Phillip …“

   Dieser Kampfhund wird meinen Arm jetzt nicht mehr loslassen, soviel steht fest. Nicht, solange er lebt! Ergo läßt er mir keine Wahl. Hier findet ein  Kampf statt, in welchem es um meine Gesundheit geht - wenn nicht um mehr. Wie ein Stück weiße Wäsche hängt der Hund an meinem ausgestreckten Arm, und seine Kiefer mahlen, versuchen den Schimpansenarm durchzubeißen. Der Schmerz ist zweitrangig, das Adrenalin in meinem Blut verdrängt ihn ohnehin erfolgreich. Es geht jetzt darum, diesen mörderischen Biß zu lösen. Ich sehe leider nur eine Möglichkeit.

Während der Hund seine Reißzähne tief in meinem linken Unterarm vergraben hat und mich mit herunterhängenden Lefzen grinsend ansieht, legt sich mein rechter Unterarm hinter seinen Hals. Ohne Skrupel drücke ich nun sein Maul, das meinen Arm nicht loslassen will, mit eben jenem Arm ruckartig nach hinten, und es kracht hörbar. Augenblicklich hängt das Tier schlaff in meinen Armen, ich habe ihm das Genick gebrochen. Das war keine große Sache.

Mein Arm schmerzt, ich lasse den Hund zu Boden gleiten, bewege den verletzten Arm, er scheint nicht gebrochen. …


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