Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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…  Ben schob den Rollstuhl auf den Steg hinaus und sagte:
„Ich fürchte, Sir Anthony, dafür ist es jetzt zu spät.“
Als der Mann wie ein Kind zu schreien anfing, band Ben ihm ein Tuch vor den Mund und sofort kehrte wieder Ruhe ein.
„Ich wünsche eine angenehme Reise, Sir Anthony.“
Damit gab Ben dem Stuhl einen Stoß, der rollte genau an der Markierung über den Holzsteg hinaus, landete mit einem vernehmbaren Klatschen im kühlen Wasser der Cam und begann zu sinken. Aber nicht wie ein Stein. Eher wie ein langsamer Fahrstuhl versank der Richter zusammen mit seiner unbehaglichen Fesselung. Wild zuckte Sir Anthony auf seinem Sitz hin und her, als der Rollstuhl unaufhaltsam ins Wasser eintauchte. Schnell waren seine Beine verschwunden, schließlich der Bauch und die Brust. Verzweifelt reckte der Richter seinen Kopf in die Höhe, versuchte, dem Unausweichlichen doch noch zu entrinnen.
Teilnahmslos stand Ben auf dem Steg und sah ihm dabei zu. Kein Mitgefühl überkam ihn, keine Reue, es war beinahe wie im Krieg. ‚Ihr tötet unsere Leute, wir die euren’. Auch am Tag vorher bei Hargreaves hatte es kein Mitleid gegeben, warum auch. Diese Männer waren Killer, denen ihr voller Geldbeutel mehr bedeutete als ein Menschenleben. Es war nicht mehr recht als billig, was hier geschah.
   Als der gesamte Körper des Richters fast vollständig in den Fluten versunken war und nur noch dessen Kopf herausragte, stieß der Rollstuhl auf Grund. Bens Messung war richtig gewesen. Der Richter hatte den Kopf so weit wie nur irgend möglich hochgehoben, vereinzelt trafen kleine Wellen sein Gesicht, Ben bückte sich hinunter und nahm ihm das Tuch wieder ab. Der Mann hustete heftig und spuckte Wasser.
Benjamin ging zurück zum LKW, schloß die Hecktür und fuhr zurück nach London. Unterwegs stoppte er kurz an einer Telefonzelle und wählte die Nummer einer Polizeiwache in Cambridge.

Kapitel XIII


   Routiniert schob der Flugkapitän die Gashebel nach vorne, die Turbinen heulten auf, gewaltige Schubkräfte ließen die dreistrahlige DC-10 erbeben, die Fluggäste wurden in ihre Sitze gepreßt. Rasch nahm die Maschine Fahrt auf, und jenseits der 250 Stundenkilometer Marke zog der Kapitän am Steuerhorn, der Jet hob ab, bohrte sich in den grauen Oktoberhimmel über London, stieg steil empor und drehte irgendwann Richtung Süd-Osten.
Bald hatte das Flugzeug die vorgeschriebene Höhe erreicht, Sadde und Ben entledigten sich ihrer Gurte und bestellten Tee, als der Orientale ein Blatt der Times vom Vortag herausholte, sorgfältig faltete, dadurch einen bestimmten Artikel exponierte und Ben herüberreichte. …
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