Aber ein zweites Mal erschien der Name Hawkins: Sir Anthony war der Vater von Patricia Hawkins, der Frau, die er liebgewonnen hatte, mit der er sein Leben verbringen wollte, mit der zusammen er Pläne geschmiedet hatte für eine gemeinsame Zukunft; Ben war bitter enttäuscht. Daß Patricia nichts wußte von dem Doppelleben, das ihr Vater führte, hielt er für ausgeschlossen. Und mit einemmal tauchten einige Situationen in seinem Gedächtnis auf, Situationen, in denen sich Patricia überaus merkwürdig verhalten hatte.
Da war zum einen ihre unerwartete Präsenz im Casino, damals, als sie ihn zu warnen versuchte. Woher wußte sie, daß Ben beobachtet wurde? Und auch hinterher sprach sie Warnungen aus. Woher hatte sie Kenntnis, daß er in Gefahr war, woher? Da war ihre unerklärliche Nervosität in Cardiff, als sie fortwährend jemanden zu suchen schien. Wen suchte sie dort? Aber da war zum anderen auch ihre verhaltene Reaktion auf seine Frage nach dem neuen Bild. Es war zweifelsohne ein teures Gemälde. Woher hatte sie das Geld, sie, die ihrem Vater nicht unter die Arme hatte greifen können? Fragen über Fragen tauchten auf, die nur sie ihm beantworten konnte.
Ben fürchtete, er habe jetzt nicht die Kraft, mit Patricia darüber zu sprechen, nicht jetzt. Er würde ihr wohl einen Brief zum Abschied schreiben, wenn überhaupt. Ihm blieb nur ein bedauerndes Kopfschütteln.
In drei Tagen ging seine Maschine ins Emirat, und in der verbleibenden Zeit hatte er noch eine weitere wichtige Aufgabe zu erledigen, eine Aufgabe, die sich erst am heutigen Abend ergeben hatte. Den Abschied von London hatte er sich anders vorgestellt.
Was soll’s, sagte er sich, das Leben geht weiter, so oder so. …
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