Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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… “
Dieser Name blieb bei Benjamin nicht ohne Wirkung. Wie versteinert stand er an der Brüstung, wollte nicht glauben, was er da soeben gehört hatte.
„Hawkins, sagen Sie? Anthony Hawkins? Sir Anthony?“
„Ja, Sir Anthony, der Richter. Sie kennen ihn?“
Die Stille, die nun folgte, überquerte wie eine unsichtbare Welle den gesamten Viadukt, stoppte und kehrte schließlich wieder zu Ben zurück.
„Flüchtig“, kam es hohl aus seinem Mund.
Hargreaves, der neuen Mut schöpfte, wendete den Kopf zur Straße hin und fragte, ein klein wenig hoffnungsvoller:
„Lassen Sie mich jetzt frei, Sir?“
„Ja“, sagte Ben teilnahmslos. „Ganz frei“, dabei nahm er ihm die Handfesseln ab, und eine spürbare Erleichterung durchrieselte den Körper des Mannes.
Da gab Benjamin ihm einen kräftigen Stoß. Mit einem infernalischen Aufschrei stürzte Hargreaves in die Tiefe, fiel und fiel, ruderte verzweifelt mit den Armen, überschlug sich, sah den Grund immer näher und näher kommen. Schon konnte er im diffusen Mondlicht einzelne Konturen des Flusses ausmachen, der ihm entgegenraste.
Er fühlte seine Glieder bereits zerschmettert im Flußbett liegen, als ihn ein furchtbarer Ruck an seinen Beinen zum Stillstand brachte, keine fünf Meter über dem Boden. Der Ruck war so gewaltig, daß er ihm beinahe die Sinne raubte. Ihm war zumute, als wollte sein Gehirn gar nicht stoppen, als wollte es weiter fliegen bis zum Ende.
   Völlig haltlos baumelte Hargreaves an zwei Seilen über dem kleinen Flüßchen, mehr tot als lebendig, als der Bentley die Brücke überquerte. Benjamin hatte den Sturz beobachtet, noch eine Weile zugeschaut, gehört, wie die Plastikabdeckung der Straßenlaterne, an der die beiden Seile festgebunden waren, durch den gewaltigen Ruck heruntergeschüttelt wurde und auf dem Asphalt zerbarst. Gleich darauf hatte er sich abgewendet, war zum Wagen gegangen und abgefahren. Hargreaves hatte er einfach hängenlassen; er war ihm gleichgültig. Teil eins seiner Vergeltung war erledigt. Nun aber mußte zwangsläufig ein zweiter Teil folgen ...
   Der Name Hawkins ließ ihn nicht mehr zur Ruhe kommen, während er den Bentley zurück nach London lenkte. Gleich zweimal saß er wie ein Widerhaken in seinem Fleisch, bohrte sich hinein, fraß an ihm, quälte ihn. Einmal der Name Sir Anthony Hawkins, der ihm damals im Spielcasino gegenüber saß, der mit seiner stinkenden Zigarre den Raum verpestete und an jenem Abend wohl alles verloren hatte, was er bei sich trug. …
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