Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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… 
Ein Empfinden ungeheurer Leichtigkeit signalisierte ihm, daß es soeben sehr knapp gewesen  und er dem Sensenmann gerade noch einmal von der Schippe gesprungen war. Alsbald erlöste ihn ein abgrundtiefer, todesähnlicher Schlaf.


Kapitel VIII


   Feinen, gelben Staub wirbelte das weiße Wohnmobil auf, das sich in Richtung Westen auf Houston zu bewegte, und es würde, sollte alles nach Plan verlaufen, irgendwann gegen Abend dort eintreffen. Vor Tagen schon hatte der Fahrer das feuchte Klima Floridas hinter sich gelassen, war häufig mitten in der Landschaft stehen geblieben, um die Natur zu beobachten, Flora und Fauna zu genießen. Er hatte Alabama durchquert, die Staatsgrenze zu Texas passiert und war guter Dinge. Locker hielten seine Finger das Lenkrad, es waren schlanke, geschmeidige Finger, und einen davon, den rechten Mittelfinger, zierte eine winzige Narbe. Die Ohren des Mannes bedeckte ein Kopfhörer; er lauschte den Worten arabischer Stimmen.
   Benjamin Sinclair war von London aus nach Orlando geflogen, hatte sich ein Wohnmobil geliehen und war dabei, sich einen Jugendtraum zu erfüllen. Seit er sich erinnern konnte, gehörte es zu seinen größten Wünschen, den Süden der USA mit einem derartigen Fahrzeug zu durchqueren, sich die Gegend zu betrachten, ohne jeglichen Zeitdruck, ohne das zwar gewohnte, aber meist lästige Gefühl im Nacken, zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort sein zu müssen. Damit war es vorerst vorbei. Benjamin hatte seinen Arbeitsplatz im Casino verloren.
   Nach seinem Krankenhausaufenthalt, der sich über Wochen hinzog, fand er bei seiner Rückkehr in der Post die Kündigung. Man könne ihn nicht weiter beschäftigen, man müsse auf den Ruf des Casinos Rücksicht nehmen usw. Ben war keineswegs überrascht. Nachdem dieser bedauerliche Zwischenfall in allen Gazetten Londons zu lesen war, hatte es für seinen Arbeitgeber wohl keine andere Möglichkeit gegeben. Ben trug es mit Fassung.
Während der langen Zeit in der Klinik hatte er ausreichend Gelegenheit gefunden, über sich und sein künftiges Leben nachzudenken. Hätte das Casino ihn nicht entlassen, er wäre von sich aus gegangen. Diesen Entschluß hatte er schon gefaßt, bevor er von Tareb Sadde, seinem arabischen Orakel, Krankenbesuch erhielt. Sadde zeigte sich über alle Maßen erleichtert, daß Ben wieder genesen würde, seine rechte Hand unversehrt und voll einsatzfähig geblieben war. Im Gegensatz zu dem, was in den Zeitungen zu lesen war, die allesamt über einen fehlenden Mittelfinger berichtet hatten. …
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