Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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… 
Wie es jetzt aussah, war der Sprung von der Brücke vollkommen überflüssig gewesen, seine Verzweiflung umsonst, die schwere Verletzung an seiner linken Schulter gänzlich unnötig. Möglicherweise hatten seine Peiniger aber auch mit einem Selbstmord seinerseits gerechnet. In diesem Fall jedoch wäre unter dem Verband nicht dieser Zettel versteckt worden, den jeder finden mußte, der sich mit ihm oder seinen Überresten beschäftigt hätte.
Benjamin ließ den Kopf aufs Kissen fallen und entspannte sich; eine Zentnerlast war von ihm genommen. Aber die Ruhe dauerte nicht lange. Die Männer vom Syndikat hatten ihm einen unglaublich makaberen Streich gespielt, und er war darauf hereingefallen wie ein Schuljunge.                       Und wie ein Dorn, der sich unaufhaltsam in sein Fleisch hineinbohrte, so hielt plötzlich eine ohnmächtige Wut Einkehr bei ihm, wuchs, drohte ihn zu sprengen, eine Wut, wie er sie nie zuvor verspürt hatte.
Aber noch ein anderes Empfinden stellte sich ein, löste die Erleichterung über den wiedergewonnenen Mittelfinger ab und ersetzte sie durch ein neues Gefühl. Ein Gefühl, welches Benjamin kaum bekannt war, das er in seinem bisherigen Leben selten gespürt hatte. Es war kein schönes, kein zivilisiertes Gefühl, eher ein barbarisches. Es bedeutete: Revanche. Gnade Ihnen Gott, Mr. Smith!
Sein Blick hing schon wieder auf dem Kreuz an der Wand. Genau vor seinen Augen war es plaziert. Einen Schutzengel hatte Benjamin gehabt, das waren die Worte des Arztes gewesen. Einen Schutzengel. Nun, vielleicht gibt es im Leben tatsächlich Situationen, in denen einem geholfen wird, dachte er.
Dann kam das Fieber. Es begann mit einem leichten Frösteln, die Kälte nahm ihren Ursprung im Solar Plexus, breitete sich aus über den gesamten Bauchraum, den Unterleib, den restlichen Körper. Ben zitterte wie Espenlaub, sein Schüttelfrost nahm beängstigende Formen an. Zuweilen kam eine Schwester herbei geeilt, versuchte ihn festzuhalten, aber das mißlang. Schließlich kniete sie sich beinahe auf ihn, um seinen bebenden Körper ruhigzustellen.
Das Sprechen hatte Ben längst aufgegeben, zu groß war die Gefahr, sich wiederholt empfindlich auf die Zunge zu beißen. Am Ende ließ das Zittern nach, das Fieberthermometer zeigte 41,5 Grad, mit steigender Tendenz. Ben lag im Delirium, sah zahllose wilde Traumgestalten sein Bett umringen. Es waren durchweg alte Männer, langgesichtige, dürre alte Männer, die sich um ihn scharten. …
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