Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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…  Tumbe profane Gier. Schwer bepackt verließ sie die Galerie.

***

   Dunkelheit lag über dem östlichen Londoner Stadtteil Greenwich, matt schimmernd wälzten sich die Wogen der Themse Richtung Nordsee, der Schiffsverkehr ruhte weitestgehend. Das freistehende Haus am rechten Ufer war beleuchtet, seine Fenster stanzten helle Vierecke in das trübe Wasser. Zwei mächtige hölzerne Pfeiler, tief in den Themsegrund eingerammt, trugen die geräumige Terrasse und den größten Teil des luxuriösen Bauwerkes, das weit in den Strom hinein gebaut worden war. Die Fluten, die unter dem Haus dahinzogen, sorgten im Sommer bei großer Hitze für angenehme Kühlung. Leise, mehr oder weniger rhythmisch schlug ein kleines Boot gegen einen der dicken Pfeiler, an dem es festgemacht war.
   Dreizehn Nobelkarossen mit vorwiegend dunklen Lackierungen parkten gegen 23 Uhr vor dem Gebäude, darunter auch der Bentley. Im Innern des Hauses saßen zwölf Männer um einen wuchtigen ovalen Tisch aus dunklem Mahagoni und vertrieben sich die Zeit mit warten, der dreizehnte Stuhl war unbesetzt. Man sah den Männern an, daß sie Geld besaßen, ein jeder steckte in einem Maßanzug, in handgearbeiteten Schuhen, jedes Handgelenk zierte eine Kostbarkeit, zu deren geringsten Aufgaben wohl die Zeitanzeige zählte.
Geredet wurde nicht viel, es entstand beinahe der Eindruck, als kannten sich die Herren nicht näher. Immer waren es nur jeweils zwei, die miteinander sprachen, kaum, daß ein dritter mit einbezogen wurde.
Aber so war es stets, wenn sich die Männer des Syndikats trafen. Sie wußten, wie die Teilnehmer hießen und wo sie wohnten, falls sie einmal zusammenarbeiten mußten, mehr nicht. Darüber hinaus kannten sie sich nicht. Und das war ganz gut so, denn dieses Syndikat war ein illegales. Im Vereinigten Königreich, wie übrigens in allen anderen Demokratien auch, verstieß, was diese Herren taten, gegen das Gesetz.
Was in vielen Spielcasinos der Welt geschah, mochte gegen die Ethik verstoßen, nicht aber gegen Gesetze: Nicht nur mit dem Geld der Leute zu spielen - mit ihren letzten Ersparnissen, mit Geliehenem mitunter, mit Geldern zuweilen, von denen man nur ahnen konnte, woher sie stammten - sondern auch zu jonglieren mit ihren Hoffnungen und Ängsten, mit ihren Erwartungen und Enttäuschungen, mit ihren Siegen und vor allem – mit ihren bitteren Niederlagen. Daß jene freiwillig in die Casinos kamen, änderte am Ergebnis nichts.
Es verletzte aber allemal die Gesetze des Landes, was an diesem Tisch besprochen, und was vielmehr außerhalb dieses Raumes von den anwesenden Herren praktiziert wurde. …
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