Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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… 
„Mister Sinclair“, fuhr der Arzt fort, und nun lachte er tatsächlich leise, „sie sollten Ihre Finger einmal nachzählen. Ich denke, es sind noch alle vorhanden.“
Wie von einer Tarantel gebissen zuckte Bens Kopf zur anderen Seite, seine Augen suchten die Finger seiner rechten Hand. Was er jetzt sah, ließ ihn beinahe noch mehr erschrecken, als nach seinem Erwachen am Vortag am Themse-Ufer. Die ganze Hand war rot, eingepinselt mit Desinfektionsmittel, aber es befand sich kein Verband mehr daran. Lediglich der Mittelfinger steckte in einer grauen Lederhülle, an deren Rand weißer Verbandsmull hervorquoll. Ben versuchte vorsichtig, den Finger zu bewegen, es ging, er verspürte keinen Schmerz. Allerdings war der Finger taub. Sachte ergriff er den Finger mit der linken Hand, er war vorhanden, aber Ben hatte kein Gefühl darin, seine verwirrten Augen suchte die des Arztes.
„Ich glaube, man hat Ihnen einen ganz üblen Streich gespielt, Mr. Sinclair“, sagte der Mann, und das Lachen war aus seinem Gesicht wieder verschwunden. „Sie haben Ihre Finger noch. Alle. Unversehrt.“
„Aber ich ... ich spüre ihn überhaupt nicht, er ist völlig taub“, sagte Ben.
„Das gibt sich bald wieder“, fuhr Dr. Gates fort. „Ein Kollege hat Ihnen einen Nagel entfernt, den man Ihnen dort tief hineingetrieben hatte, dazu hat er Ihnen eine örtliche Betäubung gegeben. In Kürze werden Sie den Finger wieder normal bewegen können. Übrigens, eine Nachricht für Sie war auch dabei.“
Entgeistert starrte Ben abwechslungsweise von seinem Finger auf den Arzt und wieder zurück. Er konnte es noch nicht begreifen, daß sein Finger, sein über alles geliebter Mittelfinger, sein Schatz, gar nicht abgetrennt worden war. Mit einer raschen Bewegung wollte er sich aufsetzen, aber der Schmerz in seiner Schulter ließ ihn wieder zurücksinken auf sein Kopfkissen; ihm war schwindelig geworden.
Im Hinausgehen deutete der Arzt auf die Tischplatte des Nachtschränkchens. Ben folgte seinen Blicken und sah dort den Nagel liegen zusammen mit einem Stück Papier. Mit der rechten Hand griff er hinüber, den Mittelfinger sorgfältig ausgestreckt, packte das Papier mit Daumen und Zeigefinger und hielt es vor sein Gesicht. Es war ein Blatt, herausgerissen aus einem Notizblock, und mit schöner, kultivierter Handschrift stand darauf geschrieben:
,Allerletzte Warnung! Mr. Smith’.
   Allein und völlig in sich versunken ging Ben seinen Gedanken nach, Gedanken, die sich in die Quere kamen, sich überholten, sich widersprachen, ein kunterbuntes Wirrwarr von absurden Möglichkeiten, von denen keine einzige zu stimmen schien. …
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