„Was können Sie mir über das Syndikat noch sagen?“ hatte Ben ihn gefragt.
Sadde wußte einiges; zum Beispiel, wer sich hinter dem Namen Mr. Smith verbarg, und allein diese Nachricht löste bei Ben klammheimliches Behagen aus; bei näherer Betrachtung hätte man es ohne weiteres als diabolische Vorfreude bezeichnen können ...
Er dankte Sadde und versicherte dem Araber per Handschlag, künftig im Emirat für ihn zu spielen. Aber erst im späten Herbst, vorher wollte er sich dieses USA-Vergnügen gönnen. Sie waren so verblieben, daß Ben sich nach seiner Rückkehr mit ihm in Verbindung setzen würde. Sadde hatte ihm für seine Reise alles Glück der Erde gewünscht - und dieser Wunsch kam von Herzen - vergnügt gelächelt und sich verabschiedet.
Auch Patricia hatte oft an seinem Bett gesessen, bedauerte den schrecklichen Vorfall, und Ben konnte sich des Verdachts nicht erwehren, daß etwas sie bedrückte. Etwas wie ein Schuldgefühl. Aus ihren Worten war verschiedentlich ein Bedauern herauszuhören, das tiefer ging, als nur das Bedauern seines damaligen Zustandes; so etwas wie Vorwürfe gegen sich selbst. Die größten Sorgen dabei machte sie sich um seinen Finger, um sein Kapital, aber Ben konnte ihr versichern, daß dem Finger nichts fehle, daß er bald wieder voll einsatzfähig sein würde. Das beruhigte sie schließlich. Sie hatte ihn animiert, in Cardiff für sie zu spielen, darauf führte Benjamin ihre Schuldgefühle zurück; die wahren Gründe aber waren völlig anderer Natur. Er sollte sie bald erfahren.
Rasch war seine Genesung vorangeschritten, das Fieber verflogen, nach zwei Wochen schon wurde ihm der Verband abgenommen und durch zwei große Druckpflaster ersetzt. Die Untersuchungen hatten ergeben, daß Ben keinerlei innere Verletzungen davongetragen hatte und außer zwei eindrucksvollen Narben nichts zurückbleiben würde. Aufgrund der Tatsache, daß seine Kurzschlußreaktion wegen eines fatalen Irrtums erfolgt war, hatte sie auch keine psychologischen Konsequenzen für ihn gehabt; die geschlossene Abteilung einer Psychiatrie war ihm erspart geblieben. Gott sei Dank!
Seit acht Tagen war er nun unterwegs, hatte Hunderte von Meilen zurückgelegt, schlief meist im Wohnmobil, sein Ziel war San Francisco. Dort wollte er sich mit Patricia treffen, irgendwann Ende September. Sie hatte diese Fahrt nicht mitmachen können, weil ihr Urlaub nicht so ‚großzügig bemessen‘ war wie der seinige.
Auf dem Wege nach Kalifornien kam Ben allerdings durch Nevada. …
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