Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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…  Sinclair. Nur wenige Millimeter tiefer, und die Eisenstange hätte ihre linke Armarterie zerfetzt. Sie hatten einen wachsamen Schutzengel. Wie fühlen Sie sich?“
Ben fühlte sich nicht schlecht, der pochende Schmerz in der Wunde hatte jetzt nachgelassen, und das sagte er dem Mediziner.
„Das ist gut, sehr gut“, bemerkte der Chirurg, und auf Bens Frage, warum seine Hände festgemacht seien, fügte er beruhigend hinzu:
„Darum wird sich nachher ein Kollege kümmern, haben Sie noch etwas Geduld!“
Bald war Ben wieder alleine mit seinen Gedanken, auch die Schwester war verschwunden, er lag in einem Einzelzimmer.
Es ist wegen des Selbstmordversuches, deshalb haben sie meine Hände gefesselt, war seine logische Schlußfolgerung, und als wenig später ein weißgekleideter Arzt den Raum betrat und sich zu ihm ans Bett setzte, bat Ben ihn als erstes, ihm doch diese entwürdigenden Fesseln zu lösen. Der Mann stellte sich als Dr. Gates vor, war Neurologe und spezialisiert auf Suizidpatienten. Ben mußte ihm seine Geschichte erzählen und tat es mit viel Konzentration, Einsicht und - Reue. Zwischendurch fiel sein Blick immer wieder auf das Kruzifix an der weißen Wand. Als er schließlich auf seine Kurzschlußhandlung zu sprechen kam, sah ihn der Arzt überrascht an.
„Sie sprechen von Ihrem rechten Mittelfinger, Mr. Sinclair?“
Mit diesen Worten löste Dr. Gates die Binden, die Bens rechtes Handgelenk fixierten, und hob die Hand an, sodaß Ben sie sehen konnte, der aber drehte sofort seinen Kopf in die andere Richtung, er war noch nicht bereit. Es war zu früh für ihn, den Anblick seiner verkrüppelten Hand zu ertragen, viel zu früh.
„Mr. Sinclair, erzählen Sie mir, was genau diese Leute mit Ihnen gemacht haben!“
Ben erzählte ausführlich was er wußte, auch von der Röntgenaufnahme, und erneut rannen Tränen über sein bleiches Gesicht. Als er geendet hatte, ging der Psychiater um das Bett herum und löste auch die andere Fessel. Im Anschluß griff er Bens rechte Hand und drückte sie leicht.
„Was spüren Sie hier, Mr. Sinclair?“ fragte er, und es schien, als wäre er über etwas erheitert.
Benjamin glaubte, einen Verband um seine Hand zu spüren, einen neuen Verband, der etwas straffer saß, als der alte. Die Schmerzen dort waren wesentlich geringer als die in seiner Schulter, der Händedruck des Arztes verursachte in der Mitte der Hand ein taubes Empfinden, genau dort, wo der Finger fehlte. Gleich darauf hatte er ganz oben in der Handwurzel ein Gefühl, als würde an dem fehlenden Mittelfinger gezogen, aber es tat nicht weh. …
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