Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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    Unerträglich laut ging es zu in der Kneipe am Ortsausgang von Albuquerque, einer Mischung aus Schnellimbiß und Diskothek, in der es nach Frittenfett stank, nach Bier und Rauch. Die Musikbox ließ den groben Holzboden erzittern, wer in der Nähe der Lautsprecher saß, verstand sein eigenes Wort nicht. Die Menschen schrien sich an, es war nicht klar, ob sie sich stritten oder ob sie nur versuchten zu kommunizieren.
   Am Eingang, dort, wo der Lärm erträglich war, saßen drei Männer und eine Frau in Lederkleidung. Vor ihnen stand Bier auf dem Tisch, sie langweilten sich. Einer von ihnen, ein schmächtiger Bursche namens Simon, zog ein Kartenspiel hervor und begann zu mischen. Neben ihm saß Debbie, seine neue Freundin, und sah ihm desinteressiert zu. Erst vor wenigen Tagen hatte sie mit Raoul Schluß gemacht, weil der immer so grob war. Sie besaß lange blonde Haare, die sich erdreisteten, an der Stirn frech ihre ursprüngliche Farbe zu präsentieren und allmählich wieder braun zu werden, was den Eindruck hervorrief, als ob sie ein dunkles Stirnband trüge. Letzten Monat war sie 23 geworden.
Ihr vis à vis saß Raoul. Er stammte aus Mexiko, war untersetzt, sprach einen harten spanischen Akzent, rollte das R übermäßig und blickte immer übelgelaunt drein. Gerade hatte er mit seinem linken Arm versehentlich sein Bierglas umgeworfen. Mit dem rechten fege er die schäumende Brühe samt Glas vom Tisch, und bei der Rückwärtsbewegung sah er sich genötigt, Simon das Kartenspiel aus der Hand schlagen zu müssen.
„Du langweilst mich!“ gierte er ihn an, warf noch einen wehmütigen Blick auf Debbie, seine Verflossene, und starrte aus der Tür hinaus auf den Parkplatz, wo ihre Motorräder standen.
„Deswegen brauchst du nicht gleich wieder auszurasten, Raoul!“
Der dies sagte, war Timothy, ein junger Mann mit schwarzer Hautfarbe. Er saß am Ende des Tisches und hatte als einziger eine Cola vor sich stehen. Sofort fing er sich einen feurigen Blick von Raoul ein, der als Wortführer der kleinen Gruppe fungierte. Timothy erwiderte ruhig den Blick, er glaubte nicht, daß Raoul ihn attackieren würde. Vor Monaten waren sie einmal aneinander geraten, und Raoul hatte es auch damals nicht geschafft ihn einzuschüchtern. Seitdem bestand zwischen den beiden eine Art Waffenstillstand, von dem keiner wußte, wie lange er halten würde.
Timothy war groß, brachte 90 Kg auf die Waage und paßte nicht so recht in diese Gruppe. Er war für den Umweltschutz tätig gewesen. …
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