Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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…  Mit unglaublicher Gelassenheit stand er am Tisch und wartete auf seine Opfer. Es begann vielversprechend. Ben schaffte es auf Anhieb, während drei Stunden nicht ein einziges Mal den vollen Gewinn, den 35 – fachen Einsatz, ausbezahlen zu müssen. Unverhofft näherte sich Tareb und flüsterte ihm heiter ins Ohr:
„Du solltest auch mal … irgendwann … jemanden gewinnen lassen, Benjamin …“
Damit hatte er völlig recht. Beide nannten sich seit kurzem beim Vornamen, und Benjamin besann sich auf seine eigentliche Aufgabe hier: Bei allem Ehrgeiz durfte er nicht dafür sorgen, daß es an seinem Tisch überhaupt keine Gewinner mehr gab, nichts wäre dem Spielbetrieb abträglicher als das. Daher streute er ab jener Stunde immer wieder einmal kleine Glücksfälle ein; die großen jedoch wußte er mit geschickter Hand zu verhindern.
Mehr als einmal hielt sich Khalil, der Geschäftsführer, in seiner unmittelbaren Nähe auf, mit scharfem Auge Benjamins unglaubliche Geschicklichkeit bewundernd. Allein, in seinem Gesicht war davon nichts zu lesen, der Mann war Profi wie Ben selbst. An diesem Abend konnte der Scheich mit Ben zufrieden sein; und auch an den folgenden. Der millionenschwere Gewinn des Russen vor wenigen Tagen, der sich zunächst als Debakel für Ben abzuzeichnen schien, bewirkte genau das Gegenteil: In Scharen strömten die Spieler ins Casino, um den Ort, den Großen Tisch, den Croupier zu sehen, der für diese Sensation verantwortlich war. Die Massen spielten an seinem Tisch wie besessen, die Einnahmen des Wüstencasinos schossen dank Bens aktiver Mithilfe in beängstigende Höhen.

  Sein Aussehen hatte Benjamin in den letzten Wochen ein wenig verändert. Schwarze Haare besaß er ohnehin, war von zierlicher Figur und nicht sehr groß. Außerdem saß er jede freie Stunde in der Sonne, um seine Haut zu bräunen; durch einen kurzen Oberlippenbart – der ihn aussehen ließ, als wäre er Saddes jüngerer Bruder - war sein Erscheinungsbild schon sehr bald das eines Arabers geworden. Hinzu kam, daß er sich fast ausschließlich auf arabisch artikulierte, und bei seiner Sprachbegabung und der Vielfalt der arabischen Dialekte bedurfte es schon eines geübten einheimisches Ohres, zu erkennen, daß es sich bei Benjamin Sinclair um einen Europäer handelte. Das gefiel ihm ausgezeichnet.
   Wenige Wochen nach Bens verlustreichem Spiel gegen jenen Russen, tauchte dieser erneut mit seiner schwarzen Tasche im Casino auf, schwer behängt mit Gold, umringt von den unvermeidlichen Schmarotzern beiderlei Geschlechts und ausgestattet mit einem Selbstvertrauen, wie es nur absolute Siegertypen zur Schau trugen. …
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