Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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…  Jetzt mußte er unbedingt gewinnen! Auf seiner großporigen roten Nase und auf der Stirn standen Schweißperlen, kleine Bäche liefen ihm über Wangen und Hals, und die zarte Hand einer seiner Begleiterinnen schüttelte er unwillig ab. Sein alleiniges Interesse galt jetzt der Roulettescheibe, nichts anderem. Er schien ein wenig in Atemnot zu geraten, denn seine Nasenflügel weiteten sich in regelmäßigen Abständen, sogen Luft ein, stießen sie danach reflexartig wieder aus, so als befände sich ein winziger Fremdkörper in seinen Atemwegen. Auch seine Augenlider öffneten sich zwischenzeitlich überdeutlich, wie bei Menschen mit einem Tick, um sich anschließend wieder zusammenzuziehen. Offensichtlich waren 9 Millionen Dollar auch für ihn keine Kleinigkeit.
Behutsam streichelte Ben die Kugel, drehte das Rad in die Gegenrichtung, setzte seinen Wurf an und schaute gelangweilt zur Deckenbeleuchtung hinauf. Dort oben hatten sich ein paar Motten versammelt, als wollten auch sie teilhaben an diesem beispiellosen Ereignis. Leise, aber bei der atemlosen Stille ringsumher dennoch deutlich hörbar, legte die Kugel eine Runde nach der anderen zurück, gebannt verfolgt von den sensationslüsternen Blicken der Schaulustigen.
Nur ein einziges Augenpaar schaute fast desinteressiert zur Decke: Es war das von Ben, der ohnehin wußte, wohin sich die Kugel legen würde. Als das harte Klickern die Entscheidung anzudeuten begann, hörten die Anwesenden auf zu atmen. Ohne eine Abschweifung, ohne auch nur den Versuch zu unternehmen, ein anderes Feld überhaupt in Erwägung zu ziehen, legte sich das weiße Bällchen genau zwischen die 3 und die 12. Ein Raunen erfüllte den Saal.
„35, Noir, Impair, Passe!“ kam es ruhig aus Benjamins Mund, dessen ungeteilte Aufmerksamkeit noch immer den Motten an der Casinodecke galt. Erst danach lösten sich seine Augen von der Beleuchtung und wanderten hinüber zum Russen. Die Scheibe bedachte er mit keinem Blick.
Sein Kontrahent blieb noch eine Weile sitzen und starrte benommen aufs Spielfeld. Schließlich stand er auf, wankte sichtbar, schaute lange auf Ben, reichte ihm trotz allem kurz die Hand und verließ mit seiner Gefolgschaft als Geschlagener den Tisch.
Als stände er unter einem Zwang, so zielstrebig griff einer der Mitarbeiter nach dem Schlegel und versetzte dem Gong einen leichten Hieb. Diesmal ertönte es wie Musik in Bens Ohren, dennoch schickte er seinem Kollegen einen beinahe tadelnden Blick zu, begleitet von dem Anflug eines leichten Lächelns. …
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