Es war ein intensiver, aber kurzer Besuch gewesen, allzu kurz. Gerne wäre Ben in ihren Armen eingeschlafen, sie aber mußte das Hotel vor dem Morgengrauen wieder verlassen haben. Sie durfte nicht gesehen werden.
Da sie keine Zeit zu verlieren gedachte, war sie aus der Dusche kommend direkt unter seine Decke geschlüpft, wo sie bereits voller Ungeduld erwartet wurde. Ihr schlangengleicher Körper ließ Benjamin während der folgenden Stunden keine Sekunde los, sie beschäftigte ihn ohne Pause, war bereit, mindestens ebensoviel zu geben wie zu empfangen, das Wort Passivität schien ihr gänzlich unbekannt. Für Ben ging ein Märchen in Erfüllung, ein Märchen aus Tausend und einer Nacht. Und sie war seine Prinzessin Scheherazade.
***
Seit über einem Jahr lebte Benjamin nun bereits im Emirat, traf sich regelmäßig heimlich mit Zakia, und Patricias Besuch stand in absehbarer Zeit bevor, als sich in dem märchenhaften Wüsten-Casino ein äußerst unangenehmer Zwischenfall ereignete, provoziert von einem kolumbianischen Besucher, der die hiesigen Gesetze nicht sonderlich zu befolgen gedachte. Er ging wohl davon aus, daß man dort viel Geld verdienen konnte, wo sich bereits viel Geld befand. Schon am Flughafen war er auffällig geworden, als man reines Heroin in seiner Reisetasche fand. Nun waren die Gesetze hinsichtlich Rauschmittel im Emirat nicht so streng wie beispielsweise in Europa - die Opiumpfeife war fester Bestandteil vieler Haushalte - aber Heroin wurde hier nicht geduldet. Daher machte man jenem Kolumbianer klar, daß er sich als Gast in diesem Lande auch so zu benehmen und sich den Gesetzten unterzuordnen - oder wieder abzureisen hatte. Diese Bitte nahm er nicht ernst, wurde gar verhaftet, als er versuchte, Geschenke des Drogenkartells unter die Menschen zu bringen. Darunter Kokain und das weiße Gift, verantwortlich für Hunderttausende furchtbarer Schicksale auf diesem Planeten. Mit Hilfe teurer Anwälte war er bald wieder frei; allerdings wurde ihm nahe gelegt, das Land zusammen mit seinen Danaergeschenken schnellstmöglich wieder zu verlassen.
Aber nun bekam selbst der Emir Cheikh Rahman die Macht des Drogenkartells zu spüren. Bereits am nächsten Tag fanden sich im Emirat drei weitere Kartellmitglieder ein, um zu spielen, wie es offiziell hieß. Im Privatjet eingeflogen, ließen sie dem Scheich ihre Aufwartung machen und erhielten tatsächlich die Erlaubnis, gemeinsam mit ihrem Kumpanen am heutigen Abend im Casino zu spielen; …
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