Patricia nickte, um ihren Mund spielte ein unsicheres Lächeln.
„Sie haben es verdient, Ben. Doch, doch, ich denke, daß sie es verdient haben, beide. Auch mein Vater, der sich immer als äußerst skrupellos erwiesen hat. Selbst seinen eigenen Familienmitgliedern gegenüber.“
Patricia lehnte sich zurück, eine Zentnerlast schien von ihr genommen.
„Im nachhinein frage ich mich natürlich, warum ich nicht schon viel früher den Mund aufgemacht habe. Viel Ärger und die ganzen Mißverständnisse hätten dadurch vermieden werden können.“
Ben hatte sich gesetzt, auch er wirkte entspannt, griff zum Telefonhörer und bestellte in der Hotelküche eine Flasche Champagner.
„Willst du ausgehen oder … hier oben etwas essen?“ fragte er, nachdem er wieder aufgelegt hatte.
Patricia überlegte nur kurz, warf ihm einen vielsagenden Blick zu und entschied sich für die zweite Möglichkeit. Erneut ergriff Benjamin den Hörer und sagte einige Sätze auf arabisch. Die Frau neben ihm verstand kein Wort. Nach wenigen Minuten klopfte es dezent an die Zimmertür, der Champagner wurde gebracht und zusätzlich eine Speisekarte. Bei einem Glas Schaumwein besprachen die beiden, was sie zu Mittag essen wollten.
***
Gedämpftes Stimmengewirr schwebte wie Nebel über dem Saal, an den Tischen wurde leise gesprochen, einzig die Croupiers waren laut und deutlich zu vernehmen. Die Kugeln rollten, hohe Einsätze lagen auf den Feldern, und an einem der Tische waren sie extrem hoch. Heute wurde Patricia Augenzeugin von Bens überaus lukrativer Tätigkeit im Emirat. Als persönlicher Gast hatte sie an seinem Tisch Platz genommen, verfolgte fasziniert seine gezielten Würfe, geriet in Verzückung, als er wie gewohnt einige der Spieler beinahe zur Verzweiflung brachte.
War es Bewunderung für Ben, was sie empfand? Bewunderung für seine beiden Talente, von denen sie das andere erst heute richtig kennenlernte? Oder war es die Aussicht auf den unerschöpflichen Reichtum, den sie als seine Lebensgefährtin genießen könnte? Sein Mittelfinger war in der Tat phänomenal, einzigartig, es war eine Freude ihm zuzusehen. Nach dem, was sie hier erlebte, hatte das Syndikat allen Grund gehabt, zu versuchen, ihn zu stoppen. …
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