Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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… 
   Mit unbewegter Miene legte Ben den Rekordeinsatz auf die 11, forderte nochmals zum Spiel auf, was auch hier im Emirat auf französisch geschah, und schickte die weiße Kugel auf die Reise. Nun hätte Ben in diesen Momenten seinen Bonus, noch nicht hundertprozentig fit zu sein, sich quasi noch in der Regenerationsphase zu befinden, in die Waagschale werfen können. Aber es war ihm keineswegs gleichgültig, ob dieser Mann gewann oder nicht; denn sein Ehrgeiz war ungebrochen.
Anvisiert hatte Ben die 12, die lag genau gegenüber, und auf dieser Zahl lag nur der Mindesteinsatz an diesem Tisch, bescheidene 2000 Dollar; das wesentlich kleinere Übel. Die Kugel lief reibungslos bis zur ersten Querstrebe, dort sprang sie so unglücklich in die Höhe und setzte sich in die Mulde der 11, wo sie wie festgeleimt liegenblieb. Das Raunen, welches durch die Reihen der Umstehenden lief, war körperlich spürbar.
Ein bisher nie gekanntes Empfinden befiel Ben, so abgrundtief, als wären die 3,5 Millionen Dollar, die die Bank, die er soeben verloren hatte, sein eigenes Geld. Mit versteinerter Miene nahm er den exorbitanten Gewinn aus den Händen eines Kollegen entgegen, der die Bank besetzt hielt, schob ihn zu dem Russen hinüber und forderte danach routiniert zum neuen Spiel auf. In seinem Innern jedoch brodelte es wie auf dem Grunde eines schlummernden Vulkans, kurz bevor sich das angestaute flüssige Magma mit Gewalt einen Ausgang verschaffte. Der Russe strahlte über das ganze Gesicht, griff sich seinen Gewinn und verstaute ihn in den Taschen seines Jacketts.
„Haben Sie nicht etwas vergessen?“ fragte er Ben beiläufig auf englisch mit starkem russischem Akzent.
Etwas irritiert blickte Benjamin ihn an. Da zeigte der Russe auf den Gong. Natürlich hatte auch dieser Gewinner ein Recht darauf, den silbernen Klang dieses Utensils zu hören. Ben gab seinem Kollegen ein Zeichen, der schlug hörbar den Gong. Wie ein metallener schwerer Mantel legte sich der vibrierende Ton des Instruments auf Bens Haut, verschmolz damit und hinterließ akustische Spuren, die ihm bis ins Mark drangen. Immer lauter dröhnte, ja schrie das Metall in seinen Ohren, raubte ihm beinahe die Besinnung.
Wie blanker Hohn erschien Ben der Jeton über 10 000 Dollar, den der Russe mit den Worten: „Für die Angestellten“ hochmütig aufs Grün warf, bevor er mit seinen Begleitern den Tisch verließ.
Ein nicht zu beschreibendes Unbehagen lastete auf Ben: Das Gefühl, versagt, seinen Arbeitgeber betrogen zu haben. …
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