Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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…  Einer ihrer Schuhe lag auf dem Boden unter dem Hocker, und mit dem rechten Spann rieb sie sich die Wade des anderen Beines. Es war ein ziemlich aggressives Reiben, und binnen kurzem zerriß der feine Seidenstrumpf, kleine Fetzen hingen herab, wieder folgte ein Schluck aus dem Glas. Als es leer war, orderte sie unverzüglich ein neues, und die Zeremonie setzte sich fort.
Ben kannte auch diese Zeichen nur allzugut. Dort saß ein Mensch, der verzweifelt war, weil er alles verloren hatte, was er bei sich trug, vielleicht sogar noch etwas mehr. Die Art, wie die Frau versuchte ihr Problem zu bewältigen, zeigte Ben, daß sie dies nicht zum ersten Mal erlebte, daß sie eine solche Erfahrung schon wiederholt gemacht haben mußte. Sie mochte etwa fünfundvierzig Lenze zählen, in ihrem Gesicht hatten sich tiefe Spuren des Leids eingegraben, der Verzweiflung, die sie um einiges älter erscheinen ließen. Ihre angespannte Miene zeigte Ben ihre Gedanken, sie weilten an einem völlig anderen Ort. Sie sah ihn an, lächelte gequält und trank ihm zu, angewidert wandte Ben sich ab. Der Barkeeper stellte ihm einen Orangensaft auf die Theke, Ben nahm einen kräftigen Schluck. Wer nun Ben und die Unglückliche dort sitzen sah, erkannte auf Anhieb, wer von den beiden am heutigen Abend zu den Verlierern zählte.
   Im Casino hörte man viele Sprachen, amerikanisch, russisch, arabisch wurde gesprochen, auch spanisch war zu hören, das Spiel war international. Es bedarf keiner besonderen Sprache, um Geld zu verlieren, dachte Ben, während er an seinem Fruchtsaft nippte. Plötzlich vernahm er neben sich eine Frauenstimme, die englisch sprach, eingefärbt mit einem spanischen Akzent; es hätte auch ein italienischer sein können. Sie bestellte einen Martini mit Eis, setzte sich neben Ben und lächelte ihn an. Es war die dunkelhaarige Frau von Tisch 15, die sich so resolut nach vorn gedrängt hatte, und so wie sie lächelte, hatte sie sicher miterlebt, wie Ben diesen enormen Gewinn einstreichen konnte; manche Frauen lächelten dann mitunter besonders aufmerksam und nett. Ben erwiderte ihr Lächeln unverbindlich und widmete sich wieder seinem Saft.
„Sind Sie … Amerikaner?“ fragte sie ihn unvermittelt, und wie sie das R rollte, das ließ auf eine südamerikanische Herkunft schließen.
„Nein“, sagte Ben. „Ich bin ... Ire.“
   Für die meisten Südländer, so viel wußte Ben, war es nicht einfach, einen Iren von einem Engländer zu unterscheiden, sofern er nicht einen exorbitanten Dialekt an den Tag legte. …
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