Als spürte Ben die drohende Gefahr im Rücken, so sicher wendete er den Kopf. Und war beunruhigt! Er wollte sich nicht ausmalen, was sie mit ihm anstellen würden, sollten sie ihn erwischen, feststellen, wer er war und ein zweites Mal zum Verlassen der Spielbank auffordern. Es gab keine gesetzliche Handhabe gegen ungeliebte Besucher, es galt hier nur das Hausrecht. Das aber war ein äußerst kompromißloses.
Nur noch drei Schritte war der Hüne entfernt. Unsicher starrte Ben ihn an und versuchte, freundlich zu lächeln, es mißlang gründlich. Dennoch erwiderte der Mann den Blick, erkannte Ben nicht, lächelte und - ging vorbei. Er hatte heute ein anderes Ziel
Hinter einer Gruppe von aufgeregten Japanern stellte Ben sich an den Tisch, an seinen Tisch, und begann seine Beobachtungen. Diesmal dauerte es eine geraume Zeit, bis er Erfolg hatte. Zweimal hatte er bereits 8000 gesetzt, zweimal war er gescheitert, beim dritten Mal klappte es um so besser, weitere 280 000 Francs wanderten in seine Taschen, und sofort steuerte Ben den letzten Tisch an, Tisch 8, Limit 12 000. Ungefähr acht Minuten später befanden sich Chips für weitere 420 000 Francs in Bens Taschen, er wechselte sie um und verließ die Spielbank augenblicklich.
Bis zu seinem Hotel war es nicht weit, aber Ben stellte fest, daß ihm jemand folgte. Es war nicht der Rausschmeißer, ein anderer Mann hatte sich an seine Fersen geheftet. Er trug helle Hosen und helle Schuhe, die aussahen wie Turnschuhe. Er versuchte nicht einmal ihn einzuholen, hielt sich immer etwas im Hintergrund, und als Ben das Hotel erreichte, blieb sein Verfolger draußen stehen.
Benjamin ging nicht an die Rezeption, denn der Portier kannte ihn mit blonden Haaren nicht, stattdessen betrat er die Toilettenräume der Empfangshalle, sah sich um, und als er niemanden entdecken konnte, nahm er sich rasch die blonde Perücke vom Haupt und verstaute sie in seiner Jackentasche.
Der Mann an der Rezeption, der ihn tagsüber bereits ohne Bart gesehen hatte, hielt eine Nachricht für ihn in Händen, Ben nahm sie mit aufs Zimmer, machte sich ein wenig frisch und beseitigte die Reste seiner Maskerade. Ines erwartete ihn in einem Club in der Nähe. Ohne besondere Hast ging Ben die Treppe hinunter in die Halle, wo er einen Mann an der Rezeption stehen sah. Mit heller Hose und Turnschuhen bekleidet sprach er mit dem Portier. Ben ging vorüber und sah, wie der Portier seinen Kopf schüttelte. …
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