Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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… 
   Erst vier Wochen war es her, kurz nach seiner ersten Begegnung mit dem Araber, als er nachmittags Besuch von demselben erhielt. Mr. Tareb Sadde hatte an seiner Haustür geläutet, Ben geöffnet, der Mann nannte seinen Namen, und weil er einen durchaus kultivierten Eindruck machte, wurde er eingelassen. Ben spürte sogleich, daß dieser Mann Geld besaß. Seine freundliche, unaufdringliche Art hatte er sich dennoch bewahrt, er rauchte nicht, trank anscheinend keinen Alkohol und schien auch sonst ein sehr genügsamer Mensch zu sein. Er wollte, wie er betonte, mit Benjamin ein ernstes Wort reden, und nachdem Ben eine Kanne Tee zubereitet hatte, setzten sie sich, tranken goldgelben Earl Gray und aßen mit Nußcreme gefüllte Kekse. Die Teetasse in der Hand ergriff Mr. Sadde das Wort.
„Wie ich Ihnen vor wenigen Tagen gesagt habe, Mr. Sinclair, besitzen Sie einen begnadeten Mittelfinger. Croupiers mit derartigen Qualitäten sind rar, äußerst rar. Offen gestanden kenne ich niemanden außer Ihnen, der die Kugel so zu werfen versteht.“ Er hob den Kopf. „Wieviel verdienen Sie, Mr. Sinclair?“
Damit sah er Ben ganz offen an. Mit einer derartigen Frage hatte der nicht gerechnet. Sein Einkommen war ausgezeichnet. Zu dem Grundgehalt von ca. 2500 Pfund kamen noch die Anteile derer, die sich genötigt sahen, von ihren an den Tischen erzielten Gewinnen einen Teil den Angestellten zukommen zu lassen; das war keine Pflicht, aber üblich. Niemand wurde schief angesehen, wenn er im Überschwang der Gefühle seine Jetons zusammenraffte und sich schleunigst entfernte, ängstlich darum besorgt, Fortuna könnte es sich am Ende doch noch anders überlegen und ihm seinen Reichtum wieder streitig machen. Aber die meisten vergaßen niemals den fast schon obligatorischen Satz: ‚Für die Angestellten’, mit dem zusammen mitunter fünf Prozent der Gewinnsumme in dem ominösen Schlitz im grünen Tuch verschwanden. Dies war der Grund dafür, daß Benjamins ‚Trinkgelder’ in aller Regel den Betrag seines Einkommens bei weitem übertrafen. Nicht zuletzt auch deswegen konnte er sich ein luxuriöses Leben leisten. Er war viel gereist, hatte Australien, Japan und China besucht, war in Afrika gewesen, fuhr einen teuren deutschen Sportwagen, nannte einen hübschen Bungalow sein eigen. Die Casinoangestellten verdienten einfach gutes Geld, schon alleine deswegen, damit sie sich nicht auf unlautere Machenschaften einließen; Angebote hierfür gab es reichlich. …
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