Hatte zu Beginn der Unterredung noch das eine oder andere Mal ein leichtes Lächeln Bens Gesicht erhellt, so war es nach dieser Erzählung verschwunden.
***
Der rauhe Nordseewind blies ihm ins Gesicht, Benjamin steckte das Fernglas in die Tasche seiner Windjacke und marschierte los; beim Gehen kamen ihm oftmals gute Gedanken.
Tareb Sadde, der in besagtem Emirat geboren wurde und beste Kontakte dorthin unterhielt, hatte ihm ein märchenhaftes Angebot unterbreitet, das abzuschlagen ihm beinahe gar nicht möglich war. Während des Gehens massierte Ben unbewußt den Mittelfinger seiner Wurfhand.
Was für ein Finger! Ben liebte seinen rechten Mittelfinger innig, war geradezu vernarrt in ihn. So sensibel wie der eines Pianisten war er, oder der einer Harfenistin. Der Gedanke, daß er verletzt werden oder er ihn gar verlieren könnte, verursachte bei Ben das Gefühl totaler Hilflosigkeit; als würde man ihn seines Lebensinhaltes berauben.
Ein Finger, der in der Lage war, ihm zu einem Leben in Luxus zu verhelfen - aber auch ein Glied, das trainiert sein wollte. Jedesmal, wenn er aus einem längeren Urlaub zurückkehrte, brauchte er mehrere Tage, um wieder sein gewohntes Niveau zu erreichen. Das fiel natürlich niemandem auf, außer ihm selber, aber dieser Umstand zeigte deutlich, allein das Training war entscheidend für den Erfolg oder – die Mittelmäßigkeit.
Um auf der Stelle seine Koffer zu packen, dafür war Benjamin zu sehr mit England verwurzelt. Er benötigte eine Bedenkzeit. Im Augenblick bestand für ihn keine akute Gefahr, außerdem vertraute er ein wenig auf die Seriosität dieser Leute vom Syndikat. Auch ihn würden sie warnen, sollten sie ihn denn jemals verdächtigen.
Ben verließ den Strand, ging zurück ins Hotel, duschte, zog sich um und verließ Eastbourne in Richtung Brighton, er wollte dem dortigen Casino einen kurzen Besuch abstatten. …
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