„Was meinen Sie mit länglich?“ fragte er mißtrauisch
Benjamin zeichnete mit der Beretta die Konturen, während er antwortete:
„Länglich. So. Wie ein Koffer. Oder ein – Grab!“
Als hätten sie einen Stromstoß erhalten, so plötzlich verharrten die drei Männer. Sie sollten sich ihr eigenes Grab schaufeln? Was hatte dieser Unmensch mit ihnen vor? Wollte er sie erschießen und anschließend verscharren? Wie konnten sie das verhindern? Er hielt seine Waffe auf sie gerichtet, und daß er davon Gebrauch machen würde, galt als sicher. Das Beste war, einfach weiterzugraben. Also gruben sie. Und schwitzten trotz der Kälte der Nacht. Zeitweilig ragten nur noch die Köpfe von Miguel, Steve und dem Chauffeur heraus, als Ben nähertrat, die drei Gräber begutachtete und sagte:
„Das genügt! Sie dürfen herausklettern.“
Kurze Zeit später standen die drei Gefangenen am Weg, die Hände mit glänzenden Handschellen auf dem Rücken gefesselt, und mußten mit ansehen, wie Carl, ihr vermummter Henker mit den weißen Handschuhen, begann, über die Äste eines der am Wegrand stehenden Bäume Stricke zu werfen.
Nicht erschießen wollte der Bastard sie, er wollte sie aufhängen! Und im Anschluß begraben. Steve unternahm einen letzten Versuch, das Unheil abzuwenden.
„Hören Sie, Sir, lassen Sie uns darüber reden …“
Bens flinke Bewegung mit der Waffe ließ ihn augenblicklich verstummen.
„Seien Sie ruhig, Steve! Sagen Sie nichts mehr. Denken Sie lieber darüber nach, ob sich Ihr schmutziges Geschäft gelohnt hat. Ob sich Ihr bisheriges Leben gelohnt hat.“
Das war das Zeichen für Carl, einem jeden mit Klebeband den Mund zu verschließen. Sie schwiegen endgültig.
Einen Moment später wurde es stockfinster um die drei Männer. Carl war von hinten an sie herangetreten und hatte jedem von ihnen mit einem Tuch die Augen verbunden. Jetzt endlich konnte er sich selbst diese lästige Kapuze abnehmen.
Und nun folgte eine regelrechte Hinrichtungszeremonie. Die Delinquenten konnten nur noch hören, was um sie herum geschah. Und das waren furchtbare Dinge.
Zunächst vernahmen sie Schritte, die hin und her liefen, dumpfe Schritte. Dazwischen Keuchen, Luft, die stoßweise aus Nasenflügeln entwich. Hatte die drei Männer beim Graben schon das nackte Grauen gepackt, momentan war es unerträglich geworden. Sie wollten fliehen, aber wohin? Blind, stumm und gefesselt. Alles, was ihnen blieb, war zu lauschen.
Als erster wurde der sich heftig wehrende Chauffeur unter den Baum gezerrt. …
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