Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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… 
   Oben hörte man die Reifen des Fahrzeuges den trockenen Staub des Weges zermalmen, als es wendete und die drei sich auf den Rückweg machten. Weit in der Ferne waren die Lichter einer Stadt zu erkennen, erleuchtete Straßen, grelle Gebäude; Las Vegas, das seine verschwenderische Lichtreklame bis hier herauf schickte. Hier oben jedoch, am finsteren Ort des Geschehens, war es still geworden.
   Aber Ben lag nicht zerschmettert in der Schlucht. Er war nur wenige Meter gefallen, und plötzlich hatte es einen ungeheuren Ruck gegeben, etwas hielt seine Beine fest umklammert. Es tat höllisch weh. Genau in den Kniekehlen spannte sich ein Seil oder ein dicker Draht, Ben konnte es nicht erkennen, es war zu dunkel. Mit dem Kopf nach unten, hilflos, wie ein Fisch im Netz war er gefangen zwischen einer Leere, die von oben herab drohte und einem schwarzen Rachen, der ihn von unten her zu verschlingen suchte. Mit beiden Händen griff Benjamin zu, zog seinen Oberkörper mit aller Macht hinauf zu dem Drahtseil, das quer zum Hang verlief wie ein Geländer. Nachdem er mit Mühe seine Beine befreit hatte, versuchte er sich auf das Seil zu setzten und schaffte es tatsächlich, denn seine Kraft reichte nicht aus, sich noch lange daran festzuhalten. Den Rücken an die senkrechte Felswand gelehnt, die Beine zu Tal baumelnd, die Smokingtaschen voller Dollarscheine, saß er mit schmerzenden Kniekehlen fröstelnd in der Kälte, in absoluter Dunkelheit, und wartete. Auf das Wunder, das ihn aus dieser mißlichen Lage befreien sollte.
   Auf einmal hatte Ben viel Zeit und überdachte seine derzeitige, seine neue Situation. Etwas war mit ihm passiert in den letzten Tagen; weder empfand er Angst noch machte er sich irgendwelche Sorgen um seine Zukunft. Selbst, als vorhin die Stoßstange des Wagens immer näher kam, ihn geradezu in den tödlichen Abgrund stieß, verspürte er keinerlei Furcht. Woran lag das?
Zum letzten Mal hatte ihn Angst befallen, als dieser Mexikaner das riesige Messer an seinen Hals drückte, höllische Angst sogar, Panik. Die Begegnung mit der Klapperschlange am anderen Tag löste bei ihm schon keinen Fluchtreflex mehr aus. Bei seiner Strafaktion in Raouls Zimmer war er beinahe emotionslos gewesen. Ganz zu schweigen von seiner Gleichgültigkeit an dem Abend, als sie ihn baten, das Caesars Palace zu verlassen.
Aber sein Empfinden vorhin stellte alles andere in den Schatten. Noch nicht einmal als er bereits abstürzte, befiel ihn der kleinste Anflug von Furcht. …
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