Trotzdem fand sie sich am Abend am Kai ein, stand eine geraume Weile suchend vor der Gambling Palace, als sie einen Offizier ansprach, der sich dem Schiff näherte. Zakia wollte wissen, ob Benjamin Sinclair noch nicht an Bord gegangen wäre, was der Mann verneinte. Wann das Schiff denn auslaufen würde, wollte sie wissen.
„Sobald der Besitzer eintrifft“, war die höfliche Antwort des ganz in weiß gekleideten Offiziers an die junge Frau. „Ich glaube“, er hob den Kopf und blickte den Kai entlang, „dort sehe ich ihn!“
Mit diesen Worten eilte er Benjamin entgegen, der war gerade dem schwarzen Wagen des Scheichs entstiegen. Scheich Rahman drückte ihn herzlich, verabschiedete sich von ihm, und Ben lief, dicht gefolgt von einem weiteren Offizier, der sein Gepäck trug, die Gangway hinauf, wo er vom Kapitän in Empfang genommen wurde.
Von der Reling herab winkte Ben dem Scheich zu, der erwiderte die Abschiedsgrüße, sie waren Freunde geworden. Laut dröhnte das Schiffshorn durch die Nacht, als die Gambling Palace die Anker lichtete und Kurs auf den Indischen Ozean nahm.
Eine zierliche Person verlor sich am Kai und winkte verhalten. Zakia hatte es nicht versäumt, Ben doch noch ein Lebewohl mit auf den Weg zu schicken. Benjamin registrierte es. Dort unten stand sie, die Beduinenprinzessin, und winkte mit einem Taschentuch ihm, dem Casinoangestellten, auf seinem eigenen Schiff hinterher. Ben hob den Arm zum Gruß, das Tuch wurde Zakia vom Wind aus der Hand geweht, flog dem Schiff noch eine weite Strecke hinterher und landete schließlich im bewegten glitzernden Kielwasser.
Die See war ruhig an diesem Abend, es versprach eine angenehme Reise zu werden. Die Route sollte sie zunächst ins Rote Meer führen, durch den Suezkanal, endlich über das Mittelmeer und Gibraltar in den Atlantik nach England.
Nach der Begrüßung durch den erfahrenen französischen Kapitän Lassard betrat Ben voller Erwartungen sein privates Deck. Ganz oben hatte er Quartier bezogen, auf der dritten Etage, dort befand sich sein Reich. Dieses Deck, das kleinste auf dem Schiff, war als Penthouse ausgebaut worden und mit einem Lift zu erreichen. Vor dem Umbau besaß das Schiff über zweihundert Kabinen, danach nur noch zwanzig.
Mehr waren auch nicht notwendig, denn die Hauptaufgabe des Schiffsrumpfes erschöpfte sich darin, vertäut und fest verbunden mit der Kaimauer am Ufer der Themse zu liegen. …
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