…
„Wie es weitergeht hängt ein Stück von dir ab. Ich mag keine Gefangenen, die nicht kooperieren.“ Er senkte die Stimme geheimnisvoll: „Willst du wissen, wo unser nächster Stopp ist?“
Susi konnte noch gar nicht wieder klar denken, in Gedanken ging sie ihre Optionen durch.
„Kharimba System.“
Der Name traf wie ein Schlag. Unweigerlich wich ihr das Blut aus dem Gesicht.
„Dort wirst du schmoren bis zuletzt.“ Er grinste. „Dort wird ständig neues Material gebraucht. Aber keine Sorge, keiner ist dort sehr lange.“ Ein weiterer schmerzhafter Fußtritt, dann verließ er den Raum.
Ihr Körper krümmte sich und rollte sich zusammen. Am liebsten wäre sie aufgesprungen und hätte in sein Gesicht gespuckt, doch die Schellen hielten sie auf dem Boden. Je stärker sie zog, desto schmerzhafter wurden sie Elektroschocks.
„Mach nur weiter so“ Der andere Wächter stand noch immer vor der Tür. „Es hat seinen Reiz, dich so auf dem Boden zu sehen. Vielleicht solltest du aber zur Abwechslung mal an dich anstatt an alle anderen denken. Deinen Körper diesen Elektroschocks auszusetzen bringt dich momentan nicht weiter. Das ist Verschwendung von Material.“
Susi sah genauer hin. Das Gesicht kam ihr bekannt vor. Genau, nur der schwarze Streifen unter den Augen fehlte. Was war von ihm zu erwarten? Aber er hatte recht und ihre Arme entspannten sich etwas. Sie legte sich flach auf den Boden.
Der Uniformierte nickte. "Gut so, Spare deine Kraft." Mit lautem Zischen schloss sich die Zellentür und rastete hörbar ein. Susi spürte, wie die Maschinen vibrierten und auch den Schmerz in der Seite. Sie schäumte vor Wut aber beherrschte sich. Sie empfand Wut auf sich selbst. War sie so nachlässig geworden? Dann hatte sie nichts anderes verdient. Der Wächter hatte recht. Wenn sie weiter sinnlos an ihren Fesseln zerrte, würde das nur zur Bewusstlosigkeit führen. Wer weiß, wann sie ihre verbliebenen Kräfte noch einmal besser einsetzen konnte? Sie musste wieder strategischer Denken. Wieder mehr wie früher. Bei einem Gegner wie Thoron konnte man nie genug planen. Susi hoffte, dazu noch einmal die Gelegenheit zu bekommen.
Sie dachte an Kevin und plötzlich wurde ihr bewusst, dass ihre Chancen nahe Null waren. Wie wahrscheinlich war es denn, dass sich jemand mit fremder Technik auf ein aussichtsloses Unternehmen einließ, dem sie für einige Minuten begegnet war. Aber Kevin war jetzt ihre letzte Hoffnung. Sie biss ihre Zähe zusammen. …
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