… Scheitern war ausgeschlossen!
4. Heiße Nacht
Als Kevin zurück in die Herberge kam, war es schon längst dunkel. Alles war ruhig. Zum Glück. Auf unangenehme Fragen hatte er jetzt auch keine Lust. Er wusste ja kaum, wie er sich selbst alles erklären sollte. Und nicht nur sein Äußeres war erklärungsbedürftig.
Kevin schlief schlecht. Ruhelos drehte er sich von einer Seite auf die Andere. Er träumte wirr und chaotisch.
Sollte er vor diesem Dschungel kehrt zu machen? So viele Dornen und Äste. Wie eine lebendige Wand aus grünen Blättern. Kevin kam nicht dazu, darüber nachzudenken, denn ein entsetzter Schrei zerriss die Luft. Er hielt inne und lauschte erstaunt. Die Szenerie kam ihm bekannt vor. Da! Erneut dieser durch Mark und Bein gehende Schrei. Der Laut kam direkt vor ihm aus dem Dschungel. Urplötzlich wurde es dunkel. Er bog hastig die Zweige auseinander um ins finstere Unterholzes zu stürmen.
„Ahhh“, dieser entsetzliche Schrei, der Kevin immer weiter ins Dickicht zwang. Er raste über Wurzeln und umgebrochene Bäume, hastete durch den schmalen Wasserarm und das hochgewachsene Schilf. Irgendwie hatte er erwartet, jetzt eine kleine Mulde zu erreichen, aber der Anblick verschlug ihm immer wieder den Atem.
Wild wedelnde Arme, angsterfüllte Blicke. Ohne Zeit zu verlieren packte Kevin ihre Arme um sie aus dem Moortümpel zu ziehen. Durch die Bewegung ihres Körpers glitt sie tiefer in das Loch. Verzweifelt riss Kevin an ihrem Arm, doch der todbringende Höllenpfuhl hielt fest. Susi schrie vor Schmerz hell auf.
Schweißtriefend erkannte Kevin, dass seine Bemühungen vergeblich waren. Durch das Rütteln fasste das Moor nur immer schneller nach der bereits sicheren Beute. Wie gelähmt starrte sie Ihn mit weit aufgerissenem Mund an, während der braunschwarze Schlamm über Hals und Kinn stieg. Sprudelnd und prustend füllte der Morast ihr Kehle und Nasenlöcher, schloss sich über dem panikverzerrten Gesicht. Noch ein, zwei mal durchdrang ihr Prusten die wässrige Oberfläche, dann entglitt ihre Hand der seinen und schlug in wilder Todesangst gegen die Wasseroberfläche. ... Dann war es still. Totenstill.
Ein gluckern erinnerte Kevin schmerzlich an das ausgehauchte Leben. Entsetzt stolperte er zurück und hielt sich an einem Ast fest. Wie konnte das sein? Das war so nicht richtig!
Ein Knacken riss ihn aus der Starre. Er fuhr herum, doch in der Finsternis war außer den vagen Umrissen eines undefinierbaren riesigen Etwas nichts zu erkennen. …
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