… Doch nicht als das dieses Landes, nicht einmal als das irgend eines Landes hier.“
Kevin schluckte. Das war wie einen Schlag auf den Kopf. „Natürlich!“ Er lachte. „Sie ist in der Gewalt von Außerirdischen und ich bin rein zufällig Spiderman ... oder Mickeymaus oder beides zusammen, wenn dir das lieber ist!“ Kevin verlor die Fassung. Seine Nerven waren bis zum zerreißen gespannt und dieser Kerl kam mit solchen Geschichten. Es fehlte nicht mehr viel, um ihn zum Explodieren zu bringen.
„Sie ist in den Händen von, nun wie du sie nennst: ‘Außerirdischen’, das ist korrekt, aber dass du Mickeymaus bist, das ist eine falsche Aussage, bei euch auch Lüge genannt“, fuhr TeDo unbeirrt fort. Er interessierte sich nicht im geringsten für den Gemütszustand seines Gegenüber.„Also diesen Teil solltest du erfasst haben.“
„Bitte was!?! Also du behauptest wirklich, dass sie von Außerirdischen entführt wurde?“
„Das habe ich doch gerade gesagt, oder? Doch es gibt da noch etwas.“
„Und das wäre?“
„Nach deiner engen philiströsen Definition wären dann Susi und ich ebenfalls nicht von hier, also außerirdisch.“
Nun war die Katze aus dem Sack und Kevin sicher, dass bei TeDo irgendeine Sicherung durchgebrannt war. Vielleicht war er ein kleinwüchsiger Flüchtling aus einer Anstalt, der sich hier im Moor verschanzt hatte. Vielleicht war Susi in seiner Gewalt. Immer wieder hörte man Gerüchte über schizophrene Psychopathen. Zweifellos war jetzt äußerste Vorsicht angebracht. Kevin blieb stehen.
„Wenn ich es sage, dann ist das so!“ Langsam drehte sich TeDo zu ihm um, während er mit einer Armbewegung seine Kapuze nach hinten schob.
Kevins Gehirn traute den eigenen Augen nicht, was einem Schock gleich kam. Unwillkürlich schloss er die Augen. Es kann nicht sein, was nicht sein darf! Langsam begann er die Augen wieder zu öffnen, aber TeDo’s Bild blieb, genau so grau wie er es vorher gesehen hatte. Taumelnd suchte er an einem nahen Baum halt. Für einen kurzen Augenblick hatte er in ein unförmiges Gesicht mit großen, schwarzen, ovalen Augen gesehen. Kevin versuchte die Angelegenheit objektiv, unvoreingenommen zu betrachten. Gab es so etwas überhaupt: Objektiv und unvoreingenommen!
„Warum darf das nicht sein?“, verstärkte TeDo Kevins letzte Gedanken. Nach einiger Zeit zwang er sich dazu, TeDos Anblick zu ertragen obwohl ihm das sichtlich schwer fiel. „Buh, da werde ich eine ganze Weile brauchen, um mich an deine Optik zu gewöhnen. …
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