…
Doch da war nichts! Alles nur Einbildung?
Vielleicht sollte ihn der Traum ja wirklich vor irgend etwas warnen? Aber vor was? Hier war außer den Sträuchern, dem Morast und einigen Bäumen nichts. Jedenfalls nichts, wovor man sich als Erwachsener fürchten sollte.
Nach einiger Zeit absoluter Bewegungslosigkeit ging Kevin weiter. Doch kaum hatte er einige Schritte hinter sich gebracht war dieses Gefühl wieder da. Er ärgerte sich selbst über seinen alberne Verfolgungswahn. Aber diesmal wollte er das Problem strategisch angehen. Diese Bedenken mussten ein für alle mal aus dem Weg geräumt werden, danach würde er zur Herberge zurück kehren und diese ganze Aktion vergessen. Und zwar schnellst möglich!
Aber zuerst hatte er noch etwas zu erledigen. Hier und jetzt. Der nächste umgestürzte, dicht überwachsene Baumstamm kam gerade recht. Die riesige, noch immer belaubte Baumkrone stoppte jeden Blick in diese Richtung. Kevin beschleunigte seinen Schritt. Wenn er es schnell genug hinter diese Barriere schaffte, würde er in der Deckung der Zweige auf einen etwaigen Verfolger warten können.
Behände kletterte er über den gestürzten Baum, rannte weiter, bog jedoch hart nach rechts ab. Sekunden später schmiegte sich Kevin so gut wie möglich zwischen den Ästen an den Stamm und blickte zurück. Nun würde es sich zeigen, ob der Verfolger seiner überdrehten Phantasie entsprang.
Eine Minute verstrich, ohne dass sich auch nur ein Blatt auf unnatürliche Weise bewegt hatte. Kevin empfand Wut über seine närrische, theaterreife Vorstellung. Zum Glück hatte er hier draußen kein Publikum, dass ihn verspotten konnte.
Doch da! Plötzlich zuckte er zusammen. Eine schattenhafte Bewegung zwischen den Bäumen? Oder hatte er sich getäuscht? Kevin sah sich um, suchte nach einem handfesten Knüppel. Für alle Fälle!
Ein zersplitterter Ast lag in Reichweite. Zwar völlig unhandlich, aber das Best, was ihm momentan zur Verfügung stand. Zum Teufel noch mal, mit wem oder was hatte er es hier zu tun? Das Susi der heimliche Verfolger war erschien immer unwahrscheinlicher.
Ein leises Knacksen von Gegenüber brachte endlich die hässliche Gewissheit, dass er tatsächlich verfolgt wurde. Was sollte er jetzt tun? Vor lauter Zweifel an seinen Instinkten hatte er noch gar nicht daran gedacht, dass die Gefahr real sein konnte. Sollte er hier warten, bis dieses Etwas bei ihm aufkreuzte? Das wäre eine Erfahrung, auf die Kevin im Moment gern verzichten würde. …
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