… Doch auch die wunderschönen, schillernden Lichtspieglungen im Wasser konnten die melancholische Stimmung nicht auflösen. Kevin atmete tief durch, versuchte, seine absurden Gedanke zu verdrängen. Der Wald, das Gestrüpp, der See, alles war genauso wie vorher! Bald würde er zurück in der Zivilisation sein und dann konnte er diesen grotesken Vorfall vergessen. Schon jetzt wirkte alles etwas skurril, fast unwirklich. Vielleicht war es das Beste so! Sein Blick fiel auf das glitzernde Schmuckstück in seiner Hand, dann hinaus auf die riesige, tischebene Wasserfläche des Sees. Kevins Finger schlossen sich um das kühle, silbrige Metall, bevor sein Arm weit ausholte. Er schloss seine Augen und sah in Gedanken das Schmuckstück hinaus über den See fliegen. – Doch dann atmete Kevin tief durch und steckte den kleinen metallischen Gegenstand in seine Hosentasche. Besser so, mit Sicherheit!
3. Der Auftrag
Vier Tage zuvor.
Stille. So war das in den unendlichen Tiefen des Weltraumes zu erwarten. Stille und Dunkelheit. An einer kleinen Raumfähre blinkten Positionslichter. Ohne diese Leuchten wäre das kleine dunkle Schiff völlig mit dem Hintergrund verschmolzen. Unsichtbar für das bloße Auge. Es begann der Landeanflug auf eine der Hangarplattformen von Raumbasis Gamma 3/17. Eine Raumbasis, die eher einer schwebenden Festung glich. Der leistungsstarke militärische Charakter wurde durch die großen Anzahl Turbolaser und Plasmakanonen an den unteren und oberen Verteidigungsphalanxen betont. Ein ausgefeiltes Scann- und Ortungssystem machte Gamma 3/17 immun für Überraschungen jeglicher Art. Die Station machte von weitem den Eindruck zweier zusammengesetzter Pyramiden, deren Spitzen abgeschnitten waren. Sie bot Start– und Landeplattformen nach allen Seiten der Äquatorebene. Jede der vier gewaltigen Haupthangars war zur Hälfte mit Raumjägern der verschieden Typen bestückt. Gamma 3/17 galt als uneinnehmbar.
Wie in Zeitlupe näherte sich die winzige Fähre der riesigen Hangaröffnung. Pilot und Copilot saßen schweigend im Cockpit und warteten. Plötzlich kam die Nachricht über die Lautsprecher. „Landefreigabe für Plattform L–drei, Sektion zwölf. Willkommen Zuhause.“
Pilot und Commander im Cockpit der kleinen Einheit verzogen ihren Mund zu einer Grimasse.
„Wenn ich mich nur auch so freuen könnte!“ Zum Glück verbarg der Helm des Uniformpanzers jeden Gesichtszug. Er aktivierte den Autopilot und übergab dem Kontrollzentrum der Station die Steuerung des Shuttles. …
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