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…  Sie hatte schon lange nicht mehr so viele Kombinationen probiert, bis sie endlich halbwegs zufrieden in den Spiegel schaute.

Dann hörte sie Schritte auf der Holztreppe. Endlich! „Hast du im Keller ein Nickerchen gemacht?“, rief sie schnippisch durch die angelehnte Tür. Doch es dauerte noch ein paar Sekunden, bis sie die Silhouette hinter der Tür durch die gemusterte Glasscheibe erblickte. Aber die Tür bewegte sich nicht.

Krissy wartete, doch es geschah nichts. „Hey, komm schon, du machst mir Angst.“ Zwei Minuten verstrichen, ohne dass sich etwas rührte. Schließlich erhob sie sich und tappte zögerlich durch den Raum. Ihre nackten Füße erzeugten keinen Laut auf dem weichen Teppich. Was zum Teufel sollte das? Tom war schon über eine Viertelstunde im Keller. Konnte das so lange dauern? Jegliche Bewegung hinter der Ornamentglasscheibe hatte aufgehört. War da noch jemand? Es sah nicht so aus! Krissy schlich näher, doch es war nicht zu erkennen.

Hatte sie sich getäuscht oder vielleicht wartete dort noch jemand, keine fünf Meter vor ihr? Und was, wenn es nicht Tom war, der dort stand? Es lief ihr eiskalt über den Rücken. Zum Teufel noch mal, Tom wäre längst hereingekommen!

Krissy sah sich in dem schwach beleuchteten Zimmer um und verfluchte ihre irrationale Angst. Was sollte schon passieren? Schließlich war das Toms Zuhause und vielleicht auch bald ihrs. Hastig sah sie sich im Zimmer um. Kurzerhand ergriff sie die leere Rotweinflasche vom Tisch. Bis jetzt gab es noch nirgends eine Bewegung. Vorsichtig lauschte Krissy am Türspalt.

Nichts!

Dann stupsten ihre Finger behutsam die Tür an. Sie lugte hinaus auf den Flur. Hier herrschte Dunkelheit aber keine Gefahr. Was immer sie hinter der Tür gesehen hatte entsprang entweder ihrer Phantasie – oder es hatte sich inzwischen irgendwo im Dunkeln verkrochen.

Licht!

Schnell sprang Krissy zum Lichtschalter. Ein kurzer Druck... doch an der Kerzenlichtstimmung veränderte sich nichts. Sooft sie auch den Schalter betätigte, es blieb dunkel.

„Tom, bist du noch im Keller?“, rief sie ins dunkle Treppenhauses. Im gleichen Augenblick verfluchte sie ihre eigene Frage. Wie oft hatte sie sich selbst schon aufgeregt, dass in Filmen Opfer ihre Täter immer selbst und mit aller Kraft herbei riefen. Das würde ihr nicht nochmal passieren. Ihre Finger griffen fester um die Weinflasche. Wenigstens war sie nicht unvorbereitet und hilflos schon mal gar nicht.

Ihr Herz schlug bis zum Hals als sie auf Zehenspitzen hinaus in den dunklen Flur tappte. …


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