… Aber weshalb gerade er? Inzwischen waren sie gleichrangige Kollegen. Zumindest dachte sie das. Aber erst seit ein paar Wochen. Und ihr Neid war auch nicht böse gemeint. Krissy gönnte Kevin diesen Ausflug. Und nicht nur, weil er Toms bester Freund war.
Seit sie in diese Abteilung versetzt worden war, hatte sie auch Tom besser kennen gelernt. Viel besser, um genau zu sein. Bis dahin hatten sie sich zwar hin und wieder gesehen, ihre Gespräche waren aber nie über eine flüchtige Begrüßung hinaus gekommen. Aber vor einer Woche hatte sich das geändert. Ihr Abteilungswechsel war der Auslöser gewesen.
Der alte Arbeitsplatz hatte schon lange nicht mehr funktioniert. Tag für Tag quälte sie sich durch endlose Stunden bis Feierabend. Das war einfach nicht erfüllend. Schließlich wollte sie es vor einer Kündigung noch mal mit einer Versetzung versuchen. Mehr Verantwortung, größere Herausforderungen, mehr Action! Und jetzt kannte sie Tom schon seit einigen Woche näher. Sie hatten sich auf Anhieb gut verstanden. Das war der Grund, weshalb sie nun auf seiner Couch lümmelte. Der Gedanke, das alles viel zu schnell gegangen war kam ihr nicht nur einmal, doch Krissy redete sich immer wieder ein, alles unter Kontrolle zu haben. Sie mochte ihn aufrichtig. Ob er das auch so sah? Krissy war zuversichtlich. Tom schien vernünftig. Auch auf die Bitte, alles etwas langsamer anzugehen hatte er nicht abweisend reagiert. Hoffentlich war er bald aus dem Keller zurück. Sie wollte ihn wirklich gern näher kennen lernen. Sehr viel näher, um genau zu sein.
Der Wohnraum wurde durch eine flackernde Kerze auf dem Tisch erhellt. Aber das genügte, um die Umrisse der Einrichtung zu erkennen. Alles war schlicht und funktionell. Viele Bücher, kein übertriebener Schnörkel, nichts überflüssiges.
Seit gestern war Krissy nun schon nicht mehr zuhause gewesen, doch es erschien ihr momentan gar nicht dringlich, dorthin zurück zu kehren. Da erwarteten sie leere Räume und Einsamkeit. Sie waren nicht beim Firmenausflug dabei, vielleicht war es das Beste was ihr passieren konnte. Bisher hatte sie bei Männern noch kein glückliches Händchen gezeigt. Es brauchte einige Anläufe bis sie erkannte, dass es vielleicht an ihrer Ungestümtheit lag. Diesmal sollte es anders werden. Krissy hätte sich nie eingestanden, dass sie deshalb heute den einen oder anderen Moment länger vor dem Spiegel gebraucht hatte. Was passte zu dem schwarzen Kleid mit den Schnüren. …
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