… Und du, Tom, du bist freiwillig hier, vergiss das nicht.“
„Nur weil uns dieser Kerl nicht richtig informiert hat.“
„Nun mach aber mal ’nen Punkt“, Krissy gab ihm einen Stoß in die Seite. „Deine Nerven gehen wohl gerade mit dir durch. Jetzt müssen wir schnell handeln. Jede Sekunde, in der sein Verschwinden noch nicht bemerkt wird ist für uns Goldwert. Auf keinen Fall dürfen wir unsere Zeit mit sinnlosen Streitigkeiten verschwenden.“
„Krissy hat recht“, bekräftigte Kevin.
„Halt du deine Klappe.“
„Schluss jetzt! Wie soll es nun weiter gehen?“
Tom knurrte vor sich hin.
„Also mein Plan sah folgendermaßen aus: Ich werde diese Uniform hier anlegen. Einer von euch bewacht den Gefangenen und den anderen treibe ich als Gefangenen vor mir her, das dürfte kein Aufsehen erreg...“
„Halt, mal schön langsam! Du tickst wohl nicht mehr ganz richtig. Einen von uns als Gefangenen da hinunter zu treiben! Das ist wohl eher der Gipfel der Dreistigkeit. Auf keinen Fall! Mit dem da alleine gehe ich keinen Schritt weiter.“
„Lass ihn doch erst mal ausreden.“ Krissys Blick traf Tom. Dieser starrte jedoch abwesend in die Ferne.
„Gehe ich eben alleine! Aber passt mir gut auf unseren nicht mehr so uniformierten Freund auf. Er ist im Moment unsere einzige Trumpfkarte.“ Kevin beeilte sich, in den Körperpanzer zu schlüpfen. Das seine Entscheidung auf so viel Widerspruch traf, hätte er nie vermutet, aber irgend etwas musste doch getan werden.
„Sei vorsichtig, Kevin!“, rief ihm Krissy hinterher. Tom sagte nichts. Im Stillen war ihm klar, dass er es in einigen Minuten bereuen würde, Kevin allein dort hinunter gelassen zu haben.
Die Uniform oder besser der Körperpanzer, welcher vor Steinsplittern oder ähnlichem schützen sollte, war Kevin etwas zu klein, aber das würde er aushalten. Der Geruch im Inneren der Rüstung entpuppte sich als unangenehm aber weniger schlimm, als er es nach so einem heißen Tag erwartet hätte.
Die Sonne verschwand gerade hinter dem Horizont, als er mit dem selbstsichersten Schritt, welcher ihm in dieser Situation zur Verfügung stand, auf den Talkessel zu ging. Ein ausgetretener, schmutziger Weg führte in das Lager hinab.
Im letzten Licht erkannte Kevin den Zweck der sonderbaren Löcher in der Rückseite des Tales. Die letzten Zwangsarbeiter, welche sich noch draußen aufhielten, verkrochen sich nun in diesen Höhleneingängen. Es waren selbst errichtete Wohnplätze. …
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