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…  „Wartet, bis ich unten bin! So viel Vertrauen habe ich zu diesem Holz nun auch nicht“, rief er und ließ sich hinunter.

So glücklich war Kevin noch nie gewesen, wieder festen Boden unter seinen Füßen zu spüren. Dann, irgendwann schlugen die Überlebenspacks neben ihm auf dem Boden auf und bald darauf hatten auch die anderen beiden das Hindernis überquert.

„Wenn sie uns aufhalten wollen, dann müssen die sich schon was besseres einfallen lassen“, spottete Tom.

„Na, ich glaube nicht, dass diese Barriere vor Eindringlingen schützen sollte“, antwortete Krissy. „Sie soll wohl eher einen Ausbruch der Gefangenen verhindern.“

„Du hast ja recht, es kommt relativ selten vor, das jemand in ein Gefängnis einbricht, denke ich.“

Tom hatte vor seinem Sprung den Knoten mit seinem Messer gelöst und war zusammen mit dem Seil unten angekommen. Dann drangen sie auf der gegenüberliegenden Seite der Schneise erneut ins Dickicht des Waldes ein. Dies hatte jedoch schon nach einigen Kilometern sein Ende.

Das Rauschen, Krachen, Zischen, Heulen und Kreischen was sie schon seit langem hörten war in den letzten Minuten ihrer Wanderung deutlich angeschwollen. Proportional dazu steigerten sich Vorsicht und Neugier. Die Ungewissheit wurde unerträglich. Mit einem mal eröffnete sich der Blick über einen riesigen Talkessel. War das ihr Ziel?

Vielleicht würden sie sich noch einmal wünschen, es nie erreicht zu haben, aber jetzt besiegte die Neugier ihre Zurückhaltung.

Soweit das Auge reichte war die Erdkruste brutal aufgerissen worden, so dass der nackte Fels zum Vorschein kam. Bis zum Horizont lag eine aschgraue gelbliche Staubwolke über dem Tal. Auf der linken Seite wurden ununterbrochen Bäume gerodet und Erde abgetragen. Anschließend wurde der Fels tief unten im Tal gespalten und abgebaut, bis schließlich auf der anderen Seite die verbleibenden Gesteinssplitter wieder aufgeschüttet wurden und eine unfruchtbare, scharfkantige Wüste hinterließen, die sich bis zum Horizont erstreckte.

„Grauenvoll“, entfuhr es Krissy, als es in der Tiefe krachte und Schmerzensschreie an ihr Ohr drangen, die für einen Augenblick die Geräusche von berstendem, splitterndem Gestein übertönten. Tom lief es kalt über den Rücken. Schließlich bemerkte er Krissys Gänsehaut und er war irgendwie erleichtert, dass es nicht nur ihm so ging.

Soweit das Auge reichte war hinter dem Abbaugebiet nur eine tischebene, erbärmliche Gesteinswüste zu sehen. …


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