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…  Vor jeder einzelnen Biegung hofften sie das, doch genau so oft wurden sie auch enttäuscht. Die Luft hier roch muffig und abgestanden.

Jetzt ging es leicht bergan. Wenn das mal nicht nur eine Illusion war, so konnten sie maximal dreißig Meter von der Erdoberfläche entfernt sein. Doch die Hoffnung schwand, als der Boden wieder abfiel.

Wenig später verengte sich der niedrige Gang und riesige Gesteinsbrocken erschwerten das Weiterkommen, obwohl die allgemeine Geschwindigkeit ja sowieso schon nahe Null war. Hier roch es besonders übel. Bei jedem Schritt wirbelte Staub auf. Kevin biss sich auf ausgetrocknete Lippen, es schmeckte nach Steinstaub. Dann stieß sein Kopf im Dunklen gegen eine spitze Felskante, die von der Decke herab ragte. Das war einfach nicht sein Tag!

...

Plötzlich rief es vom vorderen Ende der dahin kriechenden Personenkette: „Licht!“

Das war die Nachricht, die in allen wieder das Feuer des Lebens entzündete. Mit einem mal war die Erschöpfung wie weggeblasen.

„Nur noch ein paar Minuten, dann sind wir da“, ermunterte Kevin das kleine Kind, welches sich hinter ihm zwischen den rauen Felsblöcken hindurch zwängte. Mit dem Lichtschimmer häuften sich auch die losen, scharfkantigen Gesteinstrümmer, welche den Boden bedeckten und den Kriechenden in die brüchigen Handflächen schnitt. Stellenweise war der Gang keine 60 Zentimeter hoch.

Dann wurden sie endlich von Tageslicht geblendet. Kevin schützte seine Augen mit der Hand, bis sie sich an die Helligkeit gewöhnt hatten. Hier war der Gang zur Hälfte mit Gestein verschüttet, da die flache Decke schon vor Jahren eingestürzt war. An ihrer Stelle gähnte ein Loch, durch welches der grell erscheinende Himmels herein strahlte. Erleichtert atmete Kevin auf. Luft! Endlich konnten sie wieder die Kontrolle der Situation übernehmen, zumindest wenn sie die steil abfallenden Wände der Einsturzstelle bezwingen konnten.

Mühsam zog sich Kevin an der ihm entgegen gestreckten Hand hinauf, dem Licht entgegen. Mit vereinten Kräften schafften es die Gruppe. Was erwartete sie hier oben? Er schnappte tief nach frischer Luft und stieg aus dem Einsturzloch. Der raue, trockene Wüstenwind blies ihm um die Nase.

Wo waren sie? Das war jetzt wichtig! Doch soweit das Auge reichte war nur öde Gesteinswüste zu sehen. Tischebene Trockenheit. Der Wind wehte den Staub in graugelben Wolken vorbei. Kevin kletterte auf einen größeren Felsblock. Hier oben war der sandige, malende Wind noch viel intensiver. …


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