Wieder einmal war Benjamin unterwegs zu einem Ort, den er für seine Zwecke akribisch ausgewählt hatte, links neben sich auf dem Beifahrersitz Robinson, schlaff, bewußtlos. Die eilige Fahrt führe ihn hinaus aus London, nach Südwesten, durch einen kleinen Wald, bis Ben die Straße verließ und vor einem großen Erdwall haltmachte. Er löschte die Lichter des BMW, zerrte den schweren Körper seines Opfers aus dem Wagen, schleppte ihn unter großer Anstrengung den steilen Wall hinauf und auf der anderen Seite wieder hinab. Unten angelangt fesselte er den Mann, bevor er ihn in seine endgültige Position brachte. Ein Blick auf die Uhr zeigte Ben, er lag hervorragend in der Zeit. Der Schneefall wurde heftiger.
Ein paar kräftige Schläge auf die Wangen brachten sein Opfer wieder zur Besinnung, denn Ben benötigte Informationen. Nach kurzer Zeit schon öffnete Robinson die Augen, sah nur Dunkelheit und versuchte sich zu erheben, was ihm jedoch wegen der Fesseln nicht gelang.
Am heutigen Abend stand Ben nicht soviel Zeit zur Verfügung wie damals auf dem Viadukt bei Burting, heute mußte es schnell gehen. Bis 22 Uhr 36 sollte er seine Informationen haben. Jetzt war es 22 Uhr 27.
War es in Chelsea vor der Tennishalle schon recht frisch gewesen, hier draußen war es bitterkalt. Und still, wie auf einem Friedhof. Der Gefesselte befand sich in einer äußerst unbequemen Lage. Seine Hüfte ruhte auf kaltem Schotter, der Kopf und die Füße auf etwas Hartem, das seinen Körper in eine schmerzliche krumme Haltung zwang und noch um einiges frostiger war als die Steine.
„Sie haben neun Minuten Zeit, Mr. Robinson“, drang eine Stimme von hinten in seine Ohren, die beinahe noch kälter war als die Umgebung. „Neun Minuten, mir zu sagen, wer Ihr Auftraggeber ist. Ich warte.“
„Wovon ... sprechen Sie, ich weiß nicht, was Sie wollen“, kam es zögernd und noch halbbenommen von den Lippen des am Boden Liegenden.
„Ich spreche vom Syndikat, Mr. Green!“ Ben machte eine kleine Pause. „Und es wäre sehr hilfreich, wenn Sie meine Fragen etwas schneller beantworten würden. Noch acht Minuten!“
Was geht hier vor, dachte der Gefesselte, wo bin ich hier? Eisiger Frost umgab ihn, seine Füße, die in dünnen Tennisschuhen steckten, froren entsetzlich, er begann unrhythmisch zu zittern. …
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