… Ihr war bewusst, dass sie sich in vielen Dingen heute bloßgestellt hatte. Doch ihre Herrin ersparte ihr die meisten Peinlichkeiten.
Endlich kam ein Moment zum ausruhen. In ihrer Kammer atmete sie tief durch.
...
So also sah nun also ihr neues Leben aus. Aber das Haus hatte es Sylvia angetan. Von draußen so unscheinbar, verwittert, von Wüstenstürmen gezeichnet. Doch hier drinnen? Bis zum Tee war noch etwas Zeit, also schlich sie sich hinaus auf den Flur, um die Räumlichkeiten noch einmal in Ruhe zu erkunden. Die Türen waren oft nur angelehnt. Vielleicht hatte die Herrin die meisten Türen auch bewusst offengelassen, vielleicht sollte sie ihr neues Reich kennenlernen. Fast alle Räume waren kunstvoll verziert, aber ein Raum war verschlossen und Tabu, der gehörte der Tochter, die ihre Herrin vor einiger Zeit verloren zu haben schien. Sylvia hatte es zwischen den Zeilen herausgehört aber bezweifelte, dass sie diese ersetzen konnte.
Staunend ging sie durch die große Galerie. Ihre nackten Füße strichen behutsam über den dicken, weichen Teppich. Ein tolles Gefühl. Überall standen auch diese wundervollen Marmorfiguren, welche ihr vorhin schon aufgefallen waren. Fasziniert ließ sie ihre Finger über die fein herausgearbeiteten Reliefs gleiten. Etwas fassungslos ging sie von einer Figur zur nächsten. Alle waren makellos und Sylvia kannte sich mit so etwas aus. Sie schätzte: Allein die Figuren hier unten im Esszimmer: Hier stand ein Wert ... Sie überlegte wie viele Jahresgehälter sie dafür aufbringen musste. Dann ging sie die Treppe hinauf. In regelmäßigen Abständen standen Figuren in den Nischen. Sie blickte von der Galerie aus hinunter ins Esszimmer und von dort sah sie es. Das riesige Marmormosaik im Fußboden. Ein Drache oder etwas anderes. Es wurde fast komplett von dem dicken, weichen Teppich verdeckt. Schnell sauste sie zurück hinunter. Wer tat so was? Sie musste den Teppich anheben. Doch der war viel schwerer, als sie geglaubt hatte. Viel bekam sie nicht zu sehen, aber es genügt, um in ihr Begeisterung auszulösen. Sie schwor sich: Irgendwann musste sie diesen Raum sauber machen, dann würde sie den riesigen Teppich vollständig zur Seite rollen.
Dann stieg sie die Treppe ins Untergeschoss hinunter. Hier hatte ihr die Herrin nur die Vorratsräume gezeigt. Der Steinboden war glatt und kalt, aber der Gang lief noch ein ganzes Stück weiter nach hinten ins Dunkel. Hier unten gab es weitere Türen. Sie klinkte und ging von Tür zu Tür. …
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