… „Wie sieht es aus, Racheel“
„Sie kommt wieder in Ordnung, Ed.“
Der Mann nickte. „Das möchte sein, schließlich hat sie uns ein kleines Vermögen gekostet.“ Er klopfte sich den Staub von der Hose und ging missmutig davon.
Sylvia schluckte. Mit einem Mal war er wieder da, dieser Traum! Sie kniff die Augen zusammen. Normalerweise wären ihr jetzt die Tränen in die Augen geschossen, wenn sie nicht so schlimm überhitzt und dehydriert gewesen wäre.
Sie lag auf dem Boden im Sand. Der Geländewagen spendete Schatten. Ein Müll- oder Misthaufen in der Nähe stank in der Hitze nach verfaulendem. Wahrscheinlich gehörte er zu den Schuppen und dem angrenzenden Haus in der Nähe. Hier wuchsen auch Pflanzen, struppiges, hart blättriges Gebüsch, einige hoch hinauf geschossene Palmen. Doch dahinter begann die lebensfeindliche Wüste. Sie lag auf dem Rücken und blickte in den wolkenlosen Himmel. Tief Blau, fast dunkel.
„Kannst du laufen?“
Sylvia versuchte aufzustehen, obwohl die Frau sie mehr auf die Beine zog, als dass sie sich aus eigener Kraft erhoben hätte. „Komm mit ins Haus, du brauchst noch mehr Wasser und musst dich ausruhen.“
Sylvia starrte auf das finstere Rechteck der offenen Eingangstür hinter der Veranda. War das jetzt ihr neues Zuhause? Echt bedauerlich, nicht wahr?
„Wie war dein Name, Serva?“, fragte die Frau und die Worte schienen in ihrem Kopf zu dröhnen.
Nur mit Hilfe schleppte sie sich die Holztreppe zur Veranda hinauf. Ihre Lippen bewegten sich kaum. Das Wort war kaum mehr als ein Hauch. „Sylvia“
Trautes Heim…
Sylvia lehnte mit ihrem Rücken an der kalten, gekalkten Wand der kleinen Kammer. Sie war am Ende. Sowohl physisch als auch psychisch. Das Eine würde sich wieder bessern, da war sie zuversichtlich. Ihre neuen Herren (sie biss sich bei dem Wort noch immer auf die Lippe) sahen jedenfalls nicht so aus, als würden sie ihren Körper sofort zu Tode schinden und damit sollte sie, Gott sei Dank, auch Recht behalten! Sylvia hätte es schlechter treffen können. Viel schlechter, das war ihr klar. Sie sog die Luft scharf zwischen den Zähnen hindurch. Trotz allem konnte sie aber mit der Situation nicht zufrieden zu sein. Sie musste sich damit abfinden. Das war etwas anderes. Was waren die Alternativen?
Auch, wenn sich ihre neuen Herren sichtlich bemühten, sie es nicht allzu sehr spüren zu lassen, sie war nun einmal nur aus einem einzigen Grund hier. Und vielleicht das Schlimmste an allem war, dass sie sich selbst darüber im Klaren war, weshalb sie hier war. …
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