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…  Die meisten Kleidungsstücke hatten die gleiche Farbe wie ihre Umgebung.

Inzwischen merkte Sylvia, dass sie heute früh noch nichts gegessen hatte. Ihr Magen knurrte. Aber das war nicht schlimm, das kannte sie bereits. Die Hitze war hier draußen wie immer unerträglich. Die hatte Durst. Sollte sie klopfen und nach Wasser fragen? Lieber nicht. Sie hatte überhaupt noch keine Ahnung, wie sie sich fortan verhalten sollte, was von ihr erwartet wurde.

Wahrscheinlich war der Saal mit den Nischen klimatisiert, überlegte sie. Die sengende Sonne machte müde, doch das stete Rütteln des Wagens hielt sie unerbittlich wach. Sie hockte noch immer zwischen den Säcken, was nicht sonderlich bequem war. Jetzt versuchte sie, sich irgendwie anders zu betten. Sylvia hatte keine Ahnung, wie lange sie noch unterwegs sein würden.

Dann ließen sie „die Stadt“ hinter sich und die Umgebung wurde noch trostloser. Sylvia hätte nie geglaubt, dass es überhaupt noch trostloser werden konnte. Hier gab es außer den beiden befahrbaren Reifenspuren nichts mehr außer Sand, Geröll, noch mehr Steine und wieder Sand. Von weitem sah die Stadt gar nicht so klein aus, wie es Sylvia empfunden hatte, als sie durch die Gassen gefahren waren. Dann verschwanden auch die höchsten Häuser hinter dem Horizont und Sylvia war allein. Allein mit ihrem neuen Herrn. Sie schrak erneut zusammen, als ihr das Wort im Geist erschien. Wie sollte sie sich nur daran gewöhnen! Sie musste an Mira denken und ... Wie hatte die sich gefühlt? Ein Schauder lief ihr über den Rücken und sie verdrängte den Gedanken schnell. Vielleicht hatte Sylvia es ja gar nicht so schlecht getroffen? Aber ...

„Komm schon Sylvie, du hast doch sonst auch immer tolle Lösungen parat, hey?“

Sylvia überlegte: Sie war hier mit ihrem neuen Arbeitgeber unterwegs, oder? Ja, das klang doch viel besser. Sie wusste sehr genau, dass es Selbstbetrug war, aber so fühlte es sich viel besser an.

Das Rütteln auf der Ladefläche brachte sie immer wieder zum Eindösen. Ihr Kopf schmerzte von der prallen Sonne. Sie dankte Gott, dass sie ihre Decke nicht weggeworfen hatte. Ohne diesen Sonnenschutz wäre sie inzwischen auf der Ladefläche längst gar. Den Kopf gegen einen der groben Säcke gelehnt beobachtete sie die vorbeiziehenden Dünen. Wo brachte man sie hin? Wo war dieses hier überhaupt? Und was noch viel entscheidender war, würde sie von hier aus jemals wieder zurückfinden? Zurück in ihr stupides, gewöhnliches, göttliches Alltagsleben? …


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