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…  Mittlerweile hockte Sylvia wie auf einer Handvoll Reißzwecken. Dann sah sie einen Mann im mittleren Alter, der Aufstand und den Raum durch eine Tür in der dunkel getönten Glasrückwand verließ. Einem inneren Instinkt folgend, sprang Sylvia auf und folgte diesem Mann.

...


Der Anschlag


Die verchromte Türklinke fühlte sich kühl an. Dann befand sie sich auf der anderen Seite der getönten Glaswand und damit in einer anderen Welt. Hier sah es bei weitem nicht mehr so Chic aus. Sylvia blickte sich um. Wo war der Mann hingegangen? Irgendwo musste es schließlich so etwas wie eine öffentliche Toilette geben. (Dass sie dafür dann eventuell auch noch Geld aus ihrem Handgepäck brauchte, soweit hatte sie in der aufkeimenden Panik noch nicht einmal gedacht.)

Die Halle verlief nach rechts und links so weit Sylvia in dem dürftigen Licht sehen konnte. Zu beiden Seiten von kleinen Geschäften gesäumt, wovon die meisten um diese Tageszeit geschlossen waren. Die Geschäfte waren auch eher wie Marktstände, die Auslagen zu dieser Zeit leere Bretter.

Nirgendwo sah Sie ein lesbares Schild. Natürlich gab es viele Schilder. Aber überall sah sie die lustigen Krakel, welche in ihren Augen kaum an Schrift erinnerten. Die wenigsten trugen eine Übersetzung. Bisher hatte sie noch kein einziges englisches Wort gelesen. Wenn überhaupt mal lateinische Buchstaben zu sehen waren, dann handelte es sich vielleicht um Spanisch oder Französisch oder sonst was? Sie hatte keine Ahnung. „L’aeroporte“ konnte sie interpretieren, aber für mehr fehlte ihr die Fantasie. Sie wusste, dass nicht alle Fleckchen dieser Welt positive Erinnerungen an die Kolonialisierung hatten. Aus einem Artikel las sie mal heraus, dass daher in manchen Gebieten der Welt bis heute die englische Sprache unerwünscht, quasi verboten war. Ungünstig für Tagestouristen aus der westlichen Hemisphäre, wie sich jetzt herausstellte. Hoffentlich war sie bald wieder unterwegs.

Sylvia lief den breiten Gang entlang. Ihre hohen Schuhe klapperten auf dem Steinboden. Von der Rollbahn aus hatte das Terminal wie eine niedrige Baracke gewirkt, aber bei weitem nicht so groß wie sie jetzt entdeckte. Der Gang war menschenleer, endete abrupt und eine Treppe führte hinunter auf eine tiefere Ebene. Zeitungskioske, Brötchenstände und … Wohin war der Mann verschwunden, welchem sie gefolgt war? Aber das sollte momentan ihr geringstes Problem sein. Hastig sah sie auf die Uhr. Sie sollte sich beeilen. …


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