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…  Als wenn Metall auf Metall schabte. Dann kreischte es mechanisch. Sylvia trat vorsorglich zurück in die kleine, graue Kabine mit dem Becken, zog die Tür hinter sich zu und verriegelte.

Damals war ihr noch nicht klar gewesen, dass das die letzten Minuten ihres schwer verdienten Urlaubs werden würden. Auch von den schattenhaften Gestalten, welche aus der Nacht durch die nahe gelegene Fluchttür ins Terminal eindrangen, erfuhr sie nie etwas. Lediglich das knirschende Geräusch, mit dem das Innenleben weiterer Türschlösser den Geist aufgaben, hörte sie bis in den schmutzigen, gefliesten Raum, konnte den Laut jedoch nicht zuordnen.

Lautlos huschten vermummte Schatten an dem fleckigen Schild mit dem schwarzen Pfeil vorbei, während Sylvia nie damit gerechnet hatte, dass die Brand- und Fluchttür mit dem Alarmsystem, nämlich dem System für den stummen Alarm gekoppelt war. Auch von der Überwachungskamera erfuhr sie nie etwas. Wenige Augenblicke später rannten die vermummten Gestalten durch den Gang Richtung obere Ebenen, Richtung Rollfeld.

...

Sylvia blickte auf die grau gestrichene Holzfasertür direkt vor sich und atmete tief durch. Sie sollte sich besser beeilen. Noch war sie völlig allein in dem fensterlosen Raum. Sie hoffte nur, dass der Typ mit der Igelfrisur auf sie wartete.

Plötzlich krachte es draußen oder über ihr im Gebäude. Staub wirbelte auf und die verriegelte Tür vor ihr klapperte heftig. Sie verlor vor Schreck fast das Gleichgewicht. Die Papierrolle kullerte unter der Tür hindurch. Was zum Teufel war hier los? Es pfiff und quietschte in ihren Ohren. Sie schnappte nach Luft, musste ihren Puls unter Kontrolle bekommen.

Noch vor dem nächsten Gedanken donnerte es erneut. Der Knall war diesmal nicht so heftig, doch dann fiel das Licht aus.

Fassungslos starte Sylvia ins Dunkel. Sie roch den scharfen Geruch der Reinigungsmittel und Staub. Sie musste hier raus, schnell! Ihre Hände tasteten durch den finsteren Raum. In Erinnerung war alle viel kleiner gewesen. Dann fühlte sie Fliesen, Waschbecken, die Tür. Endlich draußen!

Überall war der Strom ausgefallen. Das Sternenlicht genügte kaum um schemenhaft den langen Gang und ganz hinten die breite Treppe zu erahnen. Ein beißender Geruch hing in der staubigen Luft und brannte in den Augen. War das Rauch? Sie wischte sich mit dem Handrücken durchs Gesicht. Dann krachte es noch einmal! Hier draußen war die Detonation ungleich lauter. Die Arme schützend über Kopf und Gesicht lauschte sie dem Nachhall. …


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