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…  Den dumpfen Aufschlag spürte sie gar nicht. Im Moment war der Schmerz in ihrem Oberarm das Einzige, was sich noch in ihr Bewusstsein brannte. Außer vielleicht ... Tränen sickerten durch ihre zusammengekniffenen Augen. Das schabende Geräusch von Kreide auf einer Schiefertafel ging ihr durch Mark und Bein. Auf ihrer Tafel! Die Stirn auf dem Fußboden, versuchte sie alle Gedanken und vor allem den Schmerz aus ihrem Geist zu verbannen. Sie ignorierte die Berührung an ihrer Schulter, die eigentlich aufmunternd gemeint war. Dann verließen die schweren Stiefel polternd ihre Nische.

Sylvia blieb noch lange reglos auf dem Boden liegen. Auf dem schmutzigen Linoleum-Fußbodenbelag unter ihrer Stirn bildeten sich kleine Pfützen, bis irgendwann ihre Tränen versiegten. Mein Gott, sie liebte jede Sekunde, in welcher der Schmerz auch nur ein Quäntchen nachließ.

...

… Nachfrage


Sylvia hoffte sehnsüchtig darauf, endlich aus diesem furchtbaren Traum aufzuwachen. Während der letzten Stunden war ihre Umwelt, der Saal, einfach alles egal geworden. Wofür das? Ihr rechtes Auge blinzelte. Was geschah um sie herum überhaupt? Ja, sie lag noch immer auf diesem verfluchten Podest in ihrer Nische. Ihre rechte Schulter schmerzte inzwischen fast genauso sehr wie ihr linker Oberarm, da sie über Stunden ungünstig darauf gelegen hatte. Dazu war der Fußboden hart. Vorsichtig rückte sie zurück auf ihren weichen Teppich. Der linke Oberarm brannte noch immer, aber bei weitem nicht mehr so höllisch, wie am Anfang. Sie sah auf. Im Raum war es nach wie vor ruhig. Niemand nahm von ihr Notiz. Ihr Blick wanderte weiter. Die Fremde, welche sie hergeführt hatte, stand gelassen in ihrer Nische und betrachtete sie. Vielleicht ja schon die ganze Zeit? Sylvia war es unangenehm, so begafft zu werden. Noch dazu bei allem, was mit ihr geschehen war. Warum hatte niemand etwas unternommen? Sie fühlte sich geschunden, betrogen und erniedrigt. Außerdem hatte diese Frau sie hier hergebracht. Ein Funke irrationalen Hasses loderte in ihr auf. Was gaffte das Weib so schadenfroh? Sylvia versuchte, sich zu erheben. Ihre Gelenke waren vom langen liegen zu Bleiklumpen erstarrt. Sie biss die Zähne zusammen und richtete sich auf. Den Blickkontakt mit der Fremden vermied sie tunlichst.

Auf den Knien untersuchte sie nun endlich ihren Oberarm und wäre beinahe vornüber, zurück auf den Boden gestürzt. Ihr wurde schwarz vor Augen und die Welt begann sich zu drehen. Irgendwann stabilisierte sich ihre Umgebung wieder. …


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