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…  Denn sogar hier unten empfand sie die Wärme ziemlich drückend.

Wie lange war sie nun schon hier? Wie lange war sie bewusstlos gewesen? Waren es Stunden? Tage? Was war mit ihrem angebrochenen Urlaub? Kein Mensch würde ihr den ersetzen. „Tja, ist schließlich dein Bier, was du in deiner Freizeit so alles anfängst, Sylvie! Oder?“

Wie viele Stunden sie einfach nur dagelegen hatte, ohne etwas zu denken, konnte sie nicht einmal schätzen. Doch plötzlich war der Lichtfleck verschwunden. Sie bemerkte es erst, als er nicht mehr da war. Als es unglaublich schnell dunkel wurde. Wo befand sie sich? Hier ging der Tag fast übergangslos zur Nacht über. Das passierte nur zwischen den Wendekreisen. Was sollte nun geschehen? Vielleicht geschah ja auch überhaupt nichts.

Aber irgendwann rasselte es hinter der Tür. Dann ging die Tür auf. Das erste Gesicht, welches sie seit ihrer Verhandlung sah. Der Wächter erschien unter dem steinernen Türbogen. Erst jetzt spürte sie ihren brennenden Durst. Doch der Uniformierte brachte ihr weder zu essen noch zu trinken. Stattdessen gab er ihr einen Wink, ihm zu folgen.

Sylvia stand von der Pritsche auf und stürze direkt zu Boden, als ihr schwarz vor Augen wurde. Es dauerte eine ganze Zeit, bis das Blut in ihrem Körper wieder halbwegs normal zirkulierte. Als sie zu sich kam, war es draußen Dunkel. Man hatte sie wieder auf die Pritsche gelegt. Die Hofbeleuchtung malte nun ihren eigenen Lichtfleck mit den Kreuzen deutlich größer auf die gegenüberliegende Wand. Dann entdeckte Sylvia auf dem Boden der Zelle eine Schale, in der Wasser glänzte. Jetzt erinnerte sie sich wieder an ihren Durst. Sie starrte gierig auf die Wasserschale. „Du hast ein Projekt, Sylvia!“ Sie versuchte vorsichtig sich aufzusetzen. „... und vermutlich nur bis morgen früh Zeit es umzusetzen. Komm Sylvia, du schaffst das.“

Sie erwachte, als die Sonne bereits wieder brannte. Aber sie hörte die Stimmen und es klapperte draußen auf dem Gang schon lange, bevor sie ihre Augen öffnete. Die Wasserschale war inzwischen leer und sie glaubte, dass ihr das vermutlich das Leben gerettet hatte.

Irgendwann öffnete sich erneut die Tür. Wortlos deutete der Uniformierte mit einem Wink ihm zu folgen. Diesmal dachte Sylvia, sie wäre besser vorbereitet. Das Aufsetzen war dennoch ein Kraftakt. Aber sie kämpfte. Irgendwann stand sie schwankend vor der Pritsche und hielt sich an der Kante fest. Sie bezwang die aufsteigende Schwärze vor den Augen, beugte sich vor, atmete hastig. …


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