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… 

„Wir nur haben wenige, fast keine Gefängnisse zum Einsperren von Täter. Strafe durch Arbeit.“

„Du meinst, ihr habt keine Gefängnisse?“

„Doch, doch, aber nur wenige. Die meisten entscheiden sich für die Arbeit.“ Sie zögerte und sah noch einmal verstohlen nach allen Seiten. „Was du getan, Sylvia?“

Diese Überlegte. Weshalb hatte man sie eigentlich festgenommen? Weil sie sich bei einer Kontrolle dummerweise gewehrt hatte? Weil sie keine Papiere dabeigehabt hatte? Sie zuckte mit den Schultern.

„Wenn du nicht sagen möchtest, ist okay. Es wird erzählt, du wärst auf Flucht gewesen mit gesuchte Verbrecher zu Flugzeug. Ist wahr? Mit Einbruch in Flughafen und Explosion? Du hast Wache ins Krankenhaus geschlagen? Du starke Frau.“

Sylvia hielt sich die Stirn mit der Narbe, doch der Hauch eines Schmunzelns huschte über ihr Gesicht. Es wirkte niedlich, wie Mira sich ausdrückte. Starke Frau. So fühlte sie sich gar nicht. Aber der Rest der Geschichte versetzte ihr einen Stich in die Magengrube. Sie dachte an den Fremden mit der gebleichten Igelfrisur und den schwarzen Augenbrauen. Das durfte alles nicht wahr sein. Sie schüttelte energisch mit dem Kopf, doch Mira winkte ab. „Schon gut. Hier haben alle irgendwelche Dummheit getan. Ich auch. Du froh sein, dass nicht Gefängnis, sondern nur hier. Wir freiwillig hier. Meine Wahl.“ Sie deutete auf die Brandmarke auf ihrem Oberarm.

Zum ersten Mal sah Sylvia dieses Zeichen jetzt bei Mira und schluckte, als sie an ihr eigenes dachte.

Sie zeigte durch den ganzen Saal. „Jeder freiwillig hier. Du durftest Entscheiden?“

Sylvia erinnerte sich, dann nickte sie betrübt.

„Du hast richtig gemacht. Gefängnis sein ungut!“, fuhr Mira fort. „Ich Schulden gemacht“ Sie deutete beiläufig auf die Zahl, welche mit Kreide auf der Schiefertafel in ihrer Nische stand. „Schulden durch Dummheit. Ich werden arbeite für bezahlen. Das ist Möglichkeit. Ich hoffe, irgendwer mich kaufen für ein Jahr oder so. Hoffentlich. Niemand darf auslösen, der nahe steht. Muss Strafe sein.“ Sie legte die Handflächen bittend aneinander. „Mit Geld Schulden gedeckt. Sonst ich muss zu Gläubiger. Das nicht so gut. Viel länger. Viel schlechter.“

Sylvia konnte die Abscheu in Miras Augen lesen. Trotzdem fasste sie kaum, was sie gerade gehört hatte. „Du lässt dich ernsthaft für ein Jahr verkaufen?“

Mira nickte betreten.

„Und dafür wird dein Schuldpreis bezahlt?“

„Avec un peu de chance. …


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