In rhythmischen Bewegungen wackelte der Kopf des Mannes hin und her, als quälte ihn ein böser Traum, und immer, wenn sein Schädel auf die rechte Seite geworfen wurde, stieß er gegen den hölzernen Pfosten eines Papierkorbes, wieder und wieder, der Mann schien das nicht zu spüren. Er lag auf dem Rücken, und wie ein Epileptiker schlug er seine Stirn in selbstzerstörerischer Weise gegen das Holzstück. Erst allmählich wurden die Bewegungen etwas ruhiger, sein linker Arm hob sich, er drehte sich ganz auf die rechte Seite und blieb dort eine Zeitlang liegen, die Stirn nunmehr fest gegen den Pfosten gelehnt.
Benjamin öffnete die Augen, nur, um sie sogleich wieder zu schließen; er konnte nicht sehen. Alles war dunkel, und ein harter Gegenstand preßte sich gegen sein Gesicht. Wo zum Teufel war er? Und warum fror er so entsetzlich? Nach und nach begriff er, daß es dieser harte Gegenstand vor seiner Stirn war, der ihn am Sehen hinderte, langsam nahm er den Kopf ein wenig zurück, und erst jetzt wurde er den hölzernen Balken gewahr, der ihm die Sicht versperrte. Mühsam richtete er den Oberkörper auf, wollte aufstehen, stützte sich auf den rechten Arm, da durchzuckte ein stechender Schmerz seine rechte Hand. Mit verschwommen Augen sah er sie an, entdeckte einen dicken weißen Verband, den ein großer dunkler Blutfleck zierte. Völlig haltlos sackte sein schlaffer Körper vornüber, er wurde augenblicklich wieder ohnmächtig.
Wenige Sekunden nur lag Benjamin Sinclair auf dem Bauch, das kühle feuchte Gras, auf dem seine Wangen jetzt ruhten, brachte ihn schnell wieder zurück in die Gegenwart. Erneut setzte er sich auf, nunmehr beflissentlich darauf bedacht, sich auf keinen Fall mit der rechten Hand abzustützen. Eine Weile saß er auf dem Rasen, den Rücken gegen den Papierkorb gelehnt, den Kopf gesenkt, bis die Kälte des nassen Grases durch seine Hosen drang und ihn erneut frösteln ließ. Zum wiederholten Male stierte er auf den blutdurchtränkten Verband, der verhüllte, was mit der Hand darunter geschehen war.
Mit einemmal liefen Tränen über Bens schmutziges Gesicht, rannen die Wangen hinab, tropften ihm vom Kinn aufs Hemd, zeichneten dunkle Flecken darauf. Was hatten sie nur getan? Niemals hätte er geglaubt, daß sie ihre Drohung wirklich wahrmachen würden, hatte bis zuletzt gehofft, alles sei nur ein böser Traum. …
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