Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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…  Erschrocken richtete er sich auf und sah in das Gesicht von Patricia. Seit einigen Tagen besaßen beide die Wohnungsschlüssel des anderen, und er mußte sich erst daran gewöhnen, daß Patricia davon Gebrauch machte. Die beiden begrüßten sich und Ben spürte sofort: Sie hatte Sorgen. Ihr ohnehin blasser Teint war noch etwas bleicher geworden. Zudem kam sie zu einer ungewöhnlichen Tageszeit. Ben nahm sie kurz in den Arm, fragte, wie er ihr helfen könne, und begann anschließend Tee zuzubereiten, Patricia stand am offenen Fenster und blickte gedankenvoll hinaus.
„Es geht um meinen Vater“, begann sie ohne Umschweife. „Er steckt in Schwierigkeiten.“
Das Verhältnis zwischen Ben und Patricia war noch nicht so weit gediehen, daß sie über ihre Familien gesprochen hätten, bisher war nur in einigen Sätzen von Patricias Mutter die Rede gewesen. Daher glaubte Ben, ihr Vater lebte gar nicht mehr. Er unterbrach seine Tätigkeit in der Küche, stellte sich hinter sie, lehnte sie sachte an seine Brust und blickte über ihre Schulter.
„Was für Schwierigkeiten?“ fragte er besorgt.
„Schwierigkeiten. Ich meine richtige Schwierigkeiten. Diesmal hat er es übertrieben!“
Nun erfuhr Benjamin etwas über ihren Vater. Ihre Eltern lebten seit vielen Jahren getrennt, die Mutter besaß eine gutgehende Tierarztpraxis in Norwich, wo sie sich erfolgreich um das Wohlergehen der Vieh– und Haustierbestände bemühte. Mehrmals im Jahr trafen sie sich, entweder bei ihr in Norwich oder hier in London.
Ihr Vater, zu dem sie, wie sie sagte, fast keinen Kontakt mehr unterhielt, war Richter, genau wie sie; nur war er in Cambridge tätig. Seinetwegen hatte sie Jura studiert, sollte eigentlich einmal seine Anwaltskanzlei übernehmen. Aber als er geadelt und ins Richteramt berufen wurde, hatte er seine Kanzlei aufgegeben. Patricia war mit ihrer Ausbildung noch nicht fertig, und hing damals ein wenig in der Luft. Ohne mit ihr darüber zu reden, hatte er seinerzeit die Kanzlei verkauft, wie sie Benjamin erzählte, weil der ehrenwerte Richter Anthony Hawkins dringend Geld benötigte, viel Geld. Weder seine Frau noch Patricia hatten eine Ahnung davon, wofür er es so dringend brauchte. Aber lange konnte er die Gründe dafür nicht verheimlichen, was letztlich zur Trennung der Eltern führte. Anthony Hawkins, Sir Anthony, hatte nämlich eine überaus kostspielige Leidenschaft entwickelt.
„Während mein Vater“, begann Patricia etwas verhalten, „als Anwalt tagsüber seine Klienten von der Last ihrer Vergehen zu befreien suchte, mit großem Erfolg übrigens, ging er des abends in die Spielcasinos der Stadt. …
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