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…  Da legte ich auf.

Traumbegegnung


Alex rief tatsächlich in den nächsten Tagen nicht an, was ich zum Teil mit Genugtuung, zum Teil mit Besorgnis zur Kenntnis nahm. Obwohl ich es nicht zugab, hoffte ich doch insgeheim jedesmal wenn das Telefon klingelte, daß es Alex wäre. Am Samstag hatte sich meine depressive Stimmung dann in Trotz verwandelt und ich beschloß, daß ich den Abend nicht in trübsinniger Einsamkeit zuhause herumhocken würde. Nein, ich würde ausgehen und mich amüsieren! Basta!! Ich machte mich sorgfältig zurecht und als ich dann in den großen Spiegel im Schlafzimmer sah, war ich recht zufrieden mit dem Ergebnis. Meine Dauerwelle hatte sich inzwischen von Pudellöckchen in große weiche Wellen verwandelt und den Rotschimmer im Haar etwas intensiver gemacht. Die braunen Augen glänzten unternehmungslustig und meine schlanke Figur wurde durch den Jeansminirock und die weiße Rüschenbluse betont. Ich fuhr zu der Tanzbar, wo ich mit Alex gewesen war. Als ich dann vor der Tür stand, verließ mich beinahe der Mut. Es war doch was anderes, ob man in netter Begleitung ausging, oder trotzigerweise alleine vor der Tür stand. Aber nein, ich würde mich nicht unterkriegen lassen. Mutig stieß ich die Tür auf, eilte blindlings hinein ehe mich die momentane Courage wieder im Stich lassen konnte und rempelte prompt und heftig einen jungen Mann an, der anscheinen gerade das Haus verlassen wollte. Ich stolperte, da ich an diesem Abend ausnahmsweise hochhackige Schuhe trug und der junge Mann konnte mich gerade noch am Arm fassen, so daß ich nicht stürzte.Mit hochrotem Kopf und sehr peinlich berührt strich ich meinen Rock glatt. Als ich es endlich wagte, den Kopf zu heben um mich bei ihm zu bedanken, verschlug mir die Überraschung beinahe die Sprache und um mich vollends zu blamieren konnte ich nur stammeln: „Was tun Sie denn hier?“ Es war nämlich kein anderer als der schwarzgelockte Doppelgänger von Angelo aus meinen Visionen, der vor mir stand und mich frech angriente. Falls sich meine Röte noch vertiefen konnte, so tat sie es wohl, denn mir fiel ein, daß ich ihn ja eigentlich gar nicht kennen durfte. In der Cafeteria, wo ich ihn gesehen hatte, hatten wir ja schließlich nicht miteinander geredet. Jetzt wußte er also, sofern er mich damals wirklich wahrgenommen und ich mir das nicht eingebildet hatte, daß er mir aufgefallen war. Da es wohl das beste wäre mich zu entfernen, bevor ich in noch mehr Fettnäpfchen treten konnte, drängte ich mich an ihm vorbei und eilte den Gang entlang, der in das Lokal führte. …
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