Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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…  Während die Tage im allgemeinen ohne große Zwischenfälle verliefen, passierte es des nachts vereinzelt, daß sich ein Spieler um seinen Gewinn betrogen glaubte und heftig aufbegehrte. Denselben wieder zu beruhigen gehörte jedoch nicht zu Bens direkten Aufgaben, dafür war der Geschäftsführer zuständig, oder dessen Stellvertreter.
   Eine Menge war geschehen in den letzten Wochen. Die Küstenstraße fest im Blick ließ Ben gravierende Ereignisse der jüngsten Vergangenheit Revue passieren. Deutlich war ihm jener Einarmige im Gedächtnis geblieben, ein Mann von schätzungsweise 60 Jahren, der oft im Casino in der Londoner City zu sehen war, der viel spielte und – verspielte, und dem der linke Arm fehlte. Viel schienen ihm allerdings die Verluste nicht auszumachen, offensichtlich ging es ihm allein ums Spielen. Auch dürfte er nicht an akutem Geldmangel gelitten haben, wie er einmal einprägsam demonstrierte. Benjamin stand seinerzeit hinter dem Roulettetisch, hatte soeben die Kugel auf die 11 geworfen, war damit beschäftigt die Einsätze der glücklosen Verlierer einzuziehen und die Gewinne auszuzahlen, als sich der Einarmige lautstark zu Wort meldete. Er hätte einhundert Pfund auf die Elf gesetzt und wolle seinen Gewinn.
In solchen Situationen war das phänomenale Gedächtnis der Mitarbeiter gefordert. Wer einem Croupier persönlich den Auftrag gab, für ihn die Chips zu setzen, der durfte damit rechnen, seinen Gewinn ohne jegliche Umschweife ausbezahlt zu bekommen. Auch jene Spieler, die für eine längere Zeit am Roulettetisch saßen, fanden immer die geteilte Aufmerksamkeit dessen, der das Rad drehte. Und seiner Mitarbeiter.
Ein wenig schwieriger wurde es, wenn am vollbesetzten Tisch, der zudem meist noch von Schaulustigen umlagert war, kurz bevor das obligatorische ,Rien ne va plus!’ zu hören war, ,Nichts geht mehr!’, die Hand eines Unsichtbaren erschien und einen Jeton auf ein beliebiges Feld legte. Das passierte verhältnismäßig oft. Dann war allerhöchste Vorsicht geboten, denn nicht selten entlud sich die Frustration über das verlorene Spiel und damit über das verspielte Geld dergestalt, daß der Verlierer hastig irgendwelche Spielmarken an sich riß, in der festen Überzeugung, sie seien sein Eigentum. In den meisten Fällen konnte das Personal die Angelegenheit schlichten, jedoch nicht immer. So auch bei dem Einarmigen.
Nachdem es dem Personal nicht gelungen war, ihn zu beruhigen und davon zu überzeugen, daß nicht er es war, der auf die Elf gesetzt hatte, sondern ein junger Mann am Ende des Tisches, der seit mehreren Spielen dieses Feld belegt hielt, griff der Einarmige in seine Hosentasche, holte eine Fünfhundert Pfund Spielmarke heraus, schleuderte sie wutentbrannt auf das Parkett des Casinos und schrie mit hochrotem, verzerrtem Gesicht und geschwollenen Halsadern:
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1 Kommentare online.
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Katze schreibt: 23. 10. 2024 17:09
Nach 2 Seiten ist mir bereits schwindlig vor Adjektiven und Adverbien. So mag ich nicht weiterlesen. Meine eigene Phantasie fühlt sich unterfordert und vom Sprachlichen finde ich es leider das Banalste, jedem Substantiv oder Verb ein Attribut beizufügen. So schreibt man in Erlebnisaufsätzen in ganz jungen Jahren.

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