…
Eile war geboten. In wenigen Minuten würden vielleicht Kontrollteams die Absturzstelle untersuchen. Bis dahin musste ein gutes Versteck gefunden sein.
Vorsichtig zog Kevin das Schiff einige Meter hoch, da sie jetzt den Ozean verließen und wenige Meter über den mächtigen Baumwipfeln des Dschungels dahin fegten.
„Das Hauptenergiesystem hat Schaden genommen“, bemerkte Krissy, als sie die Meldungen auf den Displays kontrollierte. „Die Trägheitsdämpfer und die Antriebsaggregate werden deshalb schon aus der Notenergiereserve gespeist. Die geht jetzt zur Neige.“
„Ja, merke ich“, rief Kevin, der mühe hatte, das Schiff auf der gewonnenen Höhe stabil zu halten. Ein plötzlicher Knall widerlegte, dass nur die Hauptenergieversorgung Schaden genommen hatte.
„Auch das noch. Eine Rauchfahne hinter uns! Da können wir gleich Einladungen verschicken.“ Kevin versuchte so schnell wie möglich abzubremsen und ließ das Schiff ins Dickicht des Dschungels krachen. Äste schlugen gegen die Frontscheibe. Splitternde Bäume wurden zu Boden geknickt. Bald war durch die Sichtluke nur noch grünes Chaos wahrzunehmen. Solange die Trägheitsdämpfer noch Energie hatten, würden sie es überleben. Mit einem gewaltigen Ruck kam das Schiff endlich zum Stehen. Ein stöhnendes ächzen, dann ein weiterer Stoß. Wahrscheinlich hatte ein dicker Baumstamm die Außenhülle getroffen.
...
„Irgendwie überrascht mich ein Defekt nach diesem Kamikazeflug nicht“, meinte Tom, während er hinten am Schiff die Rauchquelle löschte. Kevin stand neben ihm und atmete tief die jetzt leider nicht mehr so frische Waldluft.
Soeben kam Krissy die Rampe herunter. TeDo folgte ihr.
„Wie beurteilst du den Schaden, TeDo?“, fragte ihn Kevin.
Vorsichtig untersuchte dieser die noch immer heißen Teile. „Einer der Phansenkonverter ist durchgebrannt. In ein paar Stunden habe ich das behoben.“
„Nun, wenn das kein Problem darstellt ist wenigstens unser Plan nicht gescheitert. Wo befinden wir uns überhaupt?“, fragte Tom, während er die hohen Bäume ringsum betrachtete, welche das Sonnenlicht außen vor ließen und an Kreidezeit erinnerten.
„Mein letzter Instrumentencheck ergab, dass wir ca. 4500km vom Meteoriteneinschlag entfernt sind, unser Ziel somit fast erreicht haben. Wir befinden uns direkt an der Landbrücke zwischen den beiden Kontinenten. Hat unser Aufschlag einen Tsunami verursacht, so haben wir einigen Vorsprung. Das Arbeitslager befindet sich etwa 50 Kilometer im Landesinneren des anderen Kontinents“
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