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…  In den kleinen Innenhöfen und auf den Dachterrassen drängte sich, wie immer bei höfischen Anlässen, das Volk und jubelte seiner Königin und ihrem Hofstaat zu. In der Nähe der hinteren Stadtmauer befanden sich ein paar größere Häuser, auch das des Wesirs, welches eine beachtliche Größe und Vornehmheit besaß. Selbst die Straße war hier breit und bequem mit Kalkplatten belegt und von Bäumen gesäumt. Zwischen den größeren Häusern und der Villa des Wesirs gab es sogar kleine parkartig angelegte Gärten mit Teichen und Bächen. Vor den Toren der Villa verließen die Königin und ihr Anhang ihre Transportmittel und ließen sich vom Wesir und seinen Soldaten durch den Garten zum Haus geleiten. Sunu nahm seinen Platz in der Nähe seiner Herrin ein und ließ seine Blicke misstrauisch und unermüdlich über die Umgebung wandern. In einem relativ großen Saal waren Tische und Kissen zurechtgerückt und die Dienerschaft war schon dabei vielseitige Speisen und Getränke aufzutragen. Nachdem die Reisegesellschaft Platz genommen hatte und Sunu zufrieden feststellte, dass die Königin von ihren Leibwächtern sowie zwei hochrangigen Militärs umgeben war beschloß er, sich im Haus umzusehen. Er verließ den Saal und schritt selbstbewusst durch die Gänge, schaute durch offene Türen in gediegen ausgestattete Räume. Die skeptischen Blicke der umhereilenden Diener und Sklaven beachtete er nicht. Schließlich, nachdem er sich auch im zweiten Stockwerk der Villa umgesehen hatte und nichts entdecken konnte, das sein Misstrauen hätte wecken müssen, stieg er noch die Treppe zur Dachterrasse hinauf. Aufatmend sog er die Wüstenluft ein. Hier oben im Schatten einiger großer Topfpalmen war es recht angenehm. Sunu lehnte sich an die das Dach umgebende niedere Mauer und wandte den Blick in die Richtung in der er von hier aus den Tempel Hatschepsuts vermutete. Das Dach der Villa war hoch genug, so dass er die Stadtmauer überblickten konnte. Tatsächlich, gar nicht mehr weit von der Stadt entfernt sah er den prächtigen Bau in der Sonne schimmern. Es war ihm nicht möglich, die Augen abzuwenden, obwohl die in der Sonne weiß leuchtenden Säulen und Dächer ihn blendeten. Sunu hatte viel gehört und wenig geglaubt, aber die Realität war schöner als jede Erzählung, die er als übertrieben abgetan hatte. Eine lange breite Rampe führte zur ersten Terrasse des Tempels. Die ganze breite Front war von unzähligen Säulen bestanden. Die nächste Terrasse, etwas schmäler als die erste, verlief über den Spitzen der unteren Säulen und die übernächste ebenso. …
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